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European Energy Award

Gruppenfoto Umweltteam Stadt Willich Am 13.10.2011 wurde die Stadt Willich mit dem European Energie Award in Gold ausgezeichnet. Die Verleihung in der historischen Stadthalle von Wuppertal nahm Nordrhein Westfalens Umweltminister Johannes Remmel vor. Bürgermeister Josef Heyes und die Mitglieder des Energieteams nahmen die Auszeichnung für die Stadt entgegen.

Filmbeitrag der Energieangentur über die Preisverleihung

Der Umweltminister würdigte damit die Bemühungen der Stadt Willich um die Kohlenstoffdioxid-Reduzierung des Energieverbrauches, um den Ausbau regenerativer Energien sowie die Reduzierung der Belastung durch ein vielfältiges Maßnahmenbündel.

Konsequente Weiterentwicklung

Nachdem die Stadt Willich bereits 2008 mit dem European Energy Award in Silber ausgezeichnet wurde ist die neue Auszeichnung ein Zeichen für die konsequente Weiterentwicklung aller Bemühungen dem Klimawandel entgegenzuwirken.

 Logo: european energy award Was unter dem Titel European Energy Award (EEA) noch relativ abgehoben und fremd daherkommen mag, wird bei genauerem Hinsehen erstaunlich konkret - und darum beteiligt sich die Stadt an diesem europaweiten Wettbewerb in sparsamem und schonenden Umgang mit Energie.

2008: Ministerin Thoben zeichnet Willich mit European Energy Award in Silber aus

Die Stadt Willich wurde am 07. November 2008 von Wirtschaftsministerin Christa Thoben im Gelsenkirchener Wissenschaftspark mit dem silbernen European Energy Award für ihre beispielhaften Anstrengungen zur Reduzierung des kommunalen Energieverbrauchs ausgezeichnet.

Der European Energy Award für Nordrhein-Westfalen wurde durch die Energie Agentur NRW im Auftrag des Wirtschaftsministeriums organisiert. Bürgermeister Josef Heyes nahm Preis und Urkunde für das Team, das teilweise ebenfalls an der Preisverleihung teilnahm, entgegen.

Ministerin überreicht Preis an Bürgermeister Ich freue mich über die Anerkennung der zukunftsweisenden Energiekonzepte der zwölf Kommunen. Gerade Städte und Gemeinden haben eine wichtige Vorbildfunktion gegenüber Unternehmen und Verbrauchern. Sie können durch effektive Schritte den Energieverbrauch senken und das Klima entlasten erklärte Ministerin Christa Thoben bei der Siegerehrung.

Europaweit 500 Bewerbungen

Der European Eneregy Award wird an europäische Städte und Gemeinden verliehen, die sich erfolgreich an einem Qualitätsmanagement- und Zertifizierungsverfahren zum schonenden Energieeinsatz beteiligt haben. Ziel ist es, durch den EEA den effizienten Umgang mit Energie und die Nutzung erneuerbarer Energien in den Kommunen zu erhöhen. In NRW wurden von den mittlerweile über 75 am Wettbewerb teilnehmenden Kommunen in den vergangenen Jahren bereits 17 Städte und Gemeinden mit dem Preis ausgezeichnet. Bundesweit bewerben sich rund 140 Städte, europaweit rund 500 - und die Stadt gehört jetzt zu den wenigen ausgezeichneten.

Worum geht es bei dem European Energy Award?

Die Inhalte des Wettbewerbs erläutert Reiner Tippkötter von der Firma infas enermetric, der die Willicher Teilnahme an dem auf rund vier Jahre terminierten Wettbewerb begleitet: Letztlich geht es um einen vernünftigen, schonenden, sparsamen Umgang der Stadt und ihrer Bürger mit Energie.

Also um Energieeinsparung, rationelle Energieverwendung und die Nutzung regenerativer Energieträger. Und letztlich darum, an harten Fakten festzustellen, wie die Stadt das hinbekommt - absolut, aber auch in Relation zu anderen Städten in Deutschland und Europa. Bundesweit machen derzeit rund 100 Kommunen mit.

Ablauf des Wettbewerbs

Stark vereinfacht kann der Ablauf in folgende Bereiche aufgeteilt werden

  • Entwicklungsplanung, Raumordnung,
  • Kommunale Gebäude, Anlagen
  • Versorgung, Entsorgung
  • Mobilität
  • Interne Organisation
  • Kommunikation, Kooperation

Zunächst wird nach einem festgelegten und auch international vergleichbaren Punktekatalog eine Bestandsaufnahme gemacht. Daraus wird deutlich, wo Schwächen und Stärken liegen; Maßnahmen werden geplant, angegangen, möglichst umgesetzt. Und wenn man dann einen bestimmten Status und damit Punkte erreicht hat, gibt es einen Preis, eben einen Award - der schön ist, aber letztlich ein Nebenprodukt: Der eigentliche Gewinn bei der Teilnahme an einem solchen Wettbewerb liegt letztlich darin, eigene Schwächen, brachliegende Potentiale zu entdecken und sich letztlich nachhaltig zu verbessern - auch mit Ideen aus anderen Kommunen.

Stärken-Schwächen-Analyse als Grundlage

Inzwischen hat das Team - seit Anfang 2007 wird konkret am Thema gearbeitet - eine Stärken-Schwächen-Analyse erarbeitet, die auch schon konkrete Konsequenzen und Aktionen aufzeigt. Klare Stärken: Es besteht eine umfassende Gebäudedokumentation, ein mehrjähriger Maßnahmeplan, ein Verkehrsentwicklungsplan mit einem entsprechenden Maßnahmenkatalog ist ebenfalls vorhanden.

Weitere Pluspunkte: Die umfassende Sanierungen der Gebäude in den vergangenen Jahren, der Bürgerbus wurde etabliert und sogar ausgeweitet, das Baugebiet Wekeln gilt als Vorzeigeobjekt im Bereich Neubaugebiete.

Schwachpunkte der Stadt: Die Grundlagen für fundierte Entscheidungen noch nicht umfassend vorhanden - oder werden in unterschiedlichen Geschäftsbereichen vorgehalten. Ein wesentliches Manko ist die mangelnde Informationsverfügbarkeit zwischen den zuständigen Stellen, die mangelnde Außendarstellung der Umwelt- und Energieaktivitäten der Stadt gegenüber dem Bürger, und schließlich ist die Thematik neue Versorgungssysteme (regenerative Energien) derzeit in Verwaltung und Stadt deutlich unterrepräsentiert.

Konkrete Projekte und Ergebnisse

Daraus wurden dann aber schon konkrete Projekte erarbeitet und zum Teil umgesetzt, wie zum Beispiel

  • Das Bonuspunktemodell, welches energiesparendes Bauen fördert
  • Infoveranstaltungen zum Energiesparen, zum Beispiel der Sonne, Energiespartag der Stadtwerke, Informationsabende zum Thema Energiesparen
  • die EEA-Projektbeschreibung im Energiemagazin der Stadtwerke Willich, ein Anschreiben der Bürger zum Thema Dichtigkeitsprüfung oder ein Taschenfahrplan mit Verbindungen zwischen den Ortsteilen und weiterer Verbindungen.

Unter anderem wurden folgende Projekte angestoßen oder weiterentwickelt:

  • Willicher Klimaschutzkonzept und die
  • Einstellung eines Klimamanagers, ein
  • Bürgerbussystem für zwei Stadtteile, die
  • Umwelttage, der
  • Umweltschutzpreis, die
  • „Woche der Sonnen“,
  • diverse Informationsveranstaltungen zum Thema Bürgersolar sowie eine geplante Solarsiedlung. Realisiert sind mehr als
  • 500 Photovoltaikanlagen,
  • alle zur Solarnutzung geeigneten Dächer kommunaler Gebäude sind mit Solarthermie/Photovoltaikanlagen belegt, er gibt eine
  • intensive Nutzung von Erdwärme („Hotspot Willich“ mit 375 Anlagen), das
  • Geothermiezentrum wird gut angenommen, die
  • Stromversorgung der kommunalen Gebäude erfolgt zu 35 Prozent mit zertifiziertem Öko-Strom

um nur einige Aktivitäten zu nennen. Genug, die international operierenden Juroren zu überzeugen und die geforderten Prozente im Zertifizierungsverfahren zu erreichen.

Wer gehört zum Energie-Team der Stadt?

Gruppenbild des Teams (Europäischer Energie Preis) Zum Energie-Team der Stadt Willich um Teamleiter und „Spiritus rector“ Klaus Klinkenberg (Betriebsleiter OWB - im Bild Mitte vorn) gehören Albert Schuffelen und Hartmut Momm von den Willicher Stadtwerken sowie Gottfried Berten, Thomas Gebel, Marcel Gellissen, Franz-Carl Huebner, Claudia Maibach, Thorsten Meliß, Ralf Nagel, Marie-Luise Paul, Armin Printzen, Gerhard Rotzen und Pressesprecher Michael Pluschke – alle Mitarbeiter der Stadtverwaltung. Leider waren die beiden Damen des Teams, Marie-Luise Paul und Sybille Jebavy, zum Fototermin nicht abkömmlich.

Reiner Tippkötter von der Firma „infas enermetric“ hatte das Willicher Team gecoacht und auf die – erfolgreiche – internationale Auditierung hervorragend vorbereitet.

Prozess läuft seit 2007

Seit Februar 2007 hatte das EEA-Team der Stadt Daten zusammengetragen, Ideen entwickelt, Verbesserungspotentiale herausgearbeitet und Schwachstellen abgestellt – also: in Sachen Umwelt gearbeitet.  2008 war Willich mit dem silbernen Award ausgezeichnet worden und hatte sich seinerzeit entschlossen, sich auch um den Gold-Award zu bewerben, die höchste Kategorie in diesem Wettbewerb, den man erst in einem zweiten Schritt erreichen kann.

Zum Energie-Team der Stadt Willich um Teamleiter und „Spiritus rector“ Klaus Klinkenberg (Betriebsleiter OWB) gehören Albert Schuffelen und Hartmut Momm von den Willicher Stadtwerken sowie Gottfried Berten, Thomas Gebel, Marcel Gellissen, Franz-Carl Huebner, Claudia Maibach, Thorsten Meliß, Ralf Nagel, Marie-Luise Paul, Armin Printzen, Gerhard Rotzen und Pressesprecher Michael Pluschke – alle Mitarbeiter der Stadtverwaltung.

Reiner Tippkötter von der Firma „infas enermetric“ hatte das Willicher Team gecoacht und auf die – erfolgreiche – internationale Auditierung hervorragend vorbereitet.

Unser Bild zeigt die Übergabe 2008: Die damalige Wirtschaftsministerin Thoben überreichte den geschmackvoll gestalteten European-Energy-Award an Willichs Bürgermeister Josef Heyes, in der Mitte freut sich fürs Team dessen Leiter Klaus Klinkenberg. 

Ideen und Anregungen? Gerne!

Fühlen Sie sich angesprochen? Möchten Sie sich näher mit dem Thema beschäftigen?

Dann wenden Sie sich bitte an eines der Teammitglieder.

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