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Inhalt

Heirat im Ausland

Vier Flaggen (Willich, NRW, Bundesrepublik und Europa)

Wenn Sie im Ausland heiraten wollen informieren Sie sich bitte rechtzeitig, welche Dokumente Sie in dem betreffenden Land zur Eheschließung benötigen. Auskunft erhalten Sie bei der zuständigen deutschen Auslandsvertretung oder aber auch von der Botschaft des jeweiligen Landes in der Bundesrepublik.

Ehefähigkeitszeugnis

In vielen ausländischen Staaten wird von Ihnen ein Ehefähigkeitszeugnis gefordert. Dieses erhalten Sie bei Ihrem Wohnsitzstandesamt. Hierzu müssen in der Regel die gleichen Unterlagen vorgelegt werden, wie zur Heirat vor einem deutschen Standesamt.

Was ist danach zu tun?

Wir empfehlen Ihnen, nach Ihrer Rückkehr aus dem Ausland, mit Ihrer Heiratsurkunde und einer deutschen Übersetzung eines beeidigen Übersetzers zum Standesamt zu gehen. Eine Übersetzung ist nicht notwendig, wenn die Urkunde auf einem mehrsprachigen Vordruck ausgestellt wurde. Beim Standesamt erhalten Sie auch weitere Informationen zur Namensführung, da im Ausland häufig nicht die im deutschen Recht vorgesehenen Namenswahlmöglichkeiten gegeben sind.

Eine Eheschließung im Ausland ist grundsätzlich gültig, wenn sie in der für das Land üblichen und vorgeschriebenen Ortsform von den hierzu zuständigen Stellen durchgeführt wurde.

In Deutschland existiert kein spezielle Stelle, die eine ausländische Heiratsurkunde offiziell anerkennt. Vielmehr ist es so, dass jede Behörde im Rahmen ihrer Vorschriften selbst darüber entscheidet, ob und mit welcher Überbeglaubigung (Apostille, Legalisation, Urkundenüberprüfung) sie die vorgelegte Urkunde akzeptiert.

Urkunden werden in der Regel nur anerkannt werden, wenn ihre Echtheit oder ihr Beweiswert in einem besonderen Verfahren festgestellt worden ist. Zuweilen kommt es vor, dass eine formal echte ausländische Urkunde inhaltlich falsch ist. Es gilt also im internationalen Urkundenverkehr sicherzustellen, dass die Urkunden auch inhaltlich richtig sind.

Für ausländische Urkunden gibt es ja nach Land bestimmte Überbeglaubigungsarten, die zum Beispiel vom Standesamt oder Oberlandesgericht gefordert werden:

Legalisation

Die Legalisation ist eine amtliche Bescheinigung, die auf der ausländischen Originalurkunde von der deutschen Auslandsvertretung in dem betreffenden ausländischen Staat angebracht wird. Hiermit wird bescheinigt, dass die Urkunde echt ist. Das bedeutet, dass die Unterschrift von der ausstellenden Person stammt, der Aussteller für die Beurkundung zuständg war, und die Urkunde in der nach den Gesetzen des Ausstellungsortes entsprechenden Form erstellt wurde. Die Legalisation ist vom Urkundeninhaber selbst einzuholen.

Apostille

Eine Apostille ist - ebenso wie die Legalisation - die Bestätigung der Echtheit einer öffentlichen Urkunde. Sie wird jedoch - anders als bei der Legalisation- von einer dazu bestimmen Behörde des Staates, durch den die Urkunde ausgestellt wurde, erteilt. Eine Beteiligung der deutschen Auslandsvertretung, ist dann nicht mehr notwendig.

Die Apostille wird anstelle der Legalisation in den Vertragsstaaten des "Haager Übereinkommens zur Befreiunng ausländischer öffentlicher Urkunden von der Legaliation" verlangt. Diesem Übereinkommen sind verschiedenen Länder beigetreten, unter anderem auch Deutschland. Die Apostille ist vom Urkundeninhaber selbst einzuholen.

Eine Apostille auf eine vom Standesamt Willich ausgestellte Urkunde erhalten Sie vom Regierungspräsidium Düsseldorf.

Überprüfung der inhaltlichen Richtigkeit einer Urkunde durch die deutsche Auslandsvertretung

Es gibt Staaten, deren Urkundswesen sich als so unsicher erwiesen hat, dass selbst die deutsche Auslandsvertretung in dem jeweiligen Staat nicht mehr die Echtheit durch die Legalisation bestätigen kann.In diesen Fällen muss eine Überprüfung der Urkunde über das Standesamt bei der jeweiligen deutschen Auslandsvertretung beantragt werden. In diesem teilweise mehrmonatigen Verfahren werden die Urkunen durch Vertrauensanwälte der Auslandsvertretung auf deren Echtheit geprüft. Hierzu muss eine Kaution von bis zu 400 Euro beim Standesamt hinterlegt werden. Nähere Information hierzu erhalten Sie beim Standesamt.

Nachbeurkundung der Eheschließung

Hat ein Deutscher im Ausland die Ehe geschlossen, so kann die Eheschließung auf Antrag im Eheregister beurkundet werden. Zuständig ist das Standesamt, in dessen Zuständigkeitsbereich die antragsberechtigte Person ihren Wohnsitz oder ihren gewöhnlichen Aufenthalt hat.

Notwendige Formulare:



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