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Distanziert oder aus der Nähe

(Erstellt am 07.03.2019 )

Wohnküchenschrank

Reihe „Sammeln“:  Malerei und Farbstiftzeichnungen von Silke Parras

Es sind keine Menschen dargestellt, sondern vor allem Dinge wie Möbel, eine Kuckucksuhr, eine Blumenbank oder ein geschmückter Weihnachtsbaum: Die nächste Ausstellung in der Reihe „Sammeln“ zeigt ab Sonntag, 17. März, in der Galerie Schloss Neersen unter dem Titel "Silke Parras - Ereignis" Malerei und Farbstiftzeichnungen, bei denen Familien- und Urlaubsfotos Pate gestanden haben, die fast jeder kennt und jeder besitzt.

Silke Parras‘ Arbeiten ahmen das fotografische Original, abgesehen von wenigen Manipulationen, perfekt nach und führen eindringlich vor Augen, welche Dinge und Ereignisse in vordigitaler Zeit im privaten Familienkreis als fotowürdig galten. Es ist wie eine kleine Zeitreise in die Nachkriegszeit, wobei bis heute unbeantwortete Fragen nach Identität und Heimat auftauchen und Sehnsüchte einer durch den zweiten Weltkrieg tief verunsicherten Generation sichtbar werden. Komplettiert wird das Bilderpanorama durch aktuelle Fotovorlagen einer jüngeren Generation, die für sie bedeutsame Ereignisse in individuelleren Bildmotiven festhält.

Zeichnung Blumentisch

Heimat, Idenität, Wohnen

Parras schöpft viele Ideen für ihre Arbeiten aus persönlichen Erinnerungen und Beobachtungen - und aus dem familiären Umfeld. In filigranen Farbstiftzeichnungen und teils großformatigen Gemälden spürt sie Fragen über Heimat, Identität und Wohnen nach. Immer wieder tauchen Möbel und Einrichtungsgegenstände auf, welche die Befindlichkeit ihrer Besitzer spiegeln, von der leeren Schrankwand bis zum überbordenden Blumentisch. Die Künstlerin betrachtet in ihren Werken mal distanziert, mal aus der Nähe den Wandel subjektiver Auffassungen von Behaglichkeit, Individualität und Verwurzelung von der Zeit der Urgroßeltern bis heute.

Silke Parras, 1987 in Emmerich geboren, lebt und arbeitet in Rees am Niederrhein. Studiert hat sie unter anderem an der Hochschule für Künste Bremen und an der Fachhochschule Ottersberg.

Eine Einführung in die von Jutta Saum kuratierte Ausstellung wird am 17. März die österreichische Kunsthistorikerin Valentina Vlašić, Kuratorin am Museum Kurhaus Kleve, geben.

Die Ausstellung läuft bis zum 7. April (mittwochs bis freitags 17-19, samstags und sonntags von 11 bis 17 Uhr).  

Kontakt - für Details bitte Namen auswählen

Frau Saum Telefon: 0 21 54 / 949-628 E-Mail senden