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Rahmenplanung Roeddersfeld - „Emissionsarme Siedlung Willich"

In Anlehnung und als Erweiterung der bestehenden Klimaschutzsiedlung soll auf dem Roeddersfeld ebenso eine nachhaltige und klimaangepasste städtebauliche Konzeptidee verfolgt werden. Grundgedanke dessen sind die aus dem politischen Antrag zur Prüfung eines autofreien Wohngebietes entstandenen und beschlossenen Handlungsempfehlungen für eine emissionsarme Siedlung. Die entsprechende Analyse aus dem Jahr 2019 hat gezeigt, worauf Konzepte des autofreien Wohnens im Kern abzielen. Durch weniger PKW-Verkehr innerhalb der Siedlung soll primär eine Verbesserung der Lebensqualität erreicht werden.

Ziel

Ziel des Konzeptes ist es, neben der direkt angrenzenden Klimaschutzsiedlung einen weiteren wichtigen lokalen städtebaulichen Beitrag unter dem Aspekt der Klimaanpassung zu leisten. Durch die Entwicklung eines weiteren „emissionsarmen" Quartiers in Willich (neben den aktuellen Planungen in Anrath), gewissermaßen als Symbiose aus Klimaschutzsiedlung und einer Weiterentwicklung des autofreien Typus, soll dieses Ziel erreicht werden.

Weiteres Vorgehen

Zur Gewährleistung eines hohen Maßes an Transparenz bei diesem für die Stadt Willich und den Stadtteil Schiebahn wichtigen Zukunftsprojekt, wurde zunächst die Politik als wichtiger Akteur im Rahmen des Planungsausschusses am 31.08.2021 in dieses frühe Planungsstadium eingebunden. Im weiteren Schritt wird eine Beteiligung der Öffentlichkeit sowie der Träger öffentlicher Belange mit beiden Varianten durchgeführt. Nach Abschluss werden alle Anregungen aus der Politik und der Öffentlichkeit gesammelt, geprüft und bewertet, um auf dieser Basis die Vorzugsvariante für das Plangebiet „Fontanestraße" in Willich Schiefbahn zu erarbeiten.

 

 

Rahmenplanung „Fontanestraße" in Schiefbahn

In der Sitzung des Planungsausschusses am 15.12.2015 wurde der Aufstellungsbeschluss zum Bebauungsplan Nr. 45 S - Fontanestraße - gefasst. Dabei stand zunächst der Bau von Flüchtlingsunterkünften im Vordergrund. Insgesamt wurde jedoch eine Wohnbauentwicklung im größeren Zusammenhang verfolgt, da in diesem Bereich eine größere, zusammenhängende Wohnbaufläche im Flächennutzungsplan der Stadt Willich dargestellt ist. Zu diesem Zeitpunkt fehlten allerdings die liegenschatflichen Voraussetzungen ebenso wie die Linienbestimmung der Nordumgehung. Mittlerweile sind die Liegenschaftsverhandlungen nahezu abgeschlossen und auch ein Beschluss zur Nordumgehung ist in der Ratssitzung am 29.06.2021 gefasst worden. Wonach die Nordumgehung Schiefbahn nicht weiterverfolgt-, eine Option zur nördlichen Erschließung des Wohngebietes Fontanestraße jedoch weiterhin beibehalten werden soll. Mit den neuen Rahmenbedingungen wurde das Plangebiet im Vergleich zu den früheren vorgestellten Entwurfsvarianten erweitert, sodass das heutige Plangebiet insgesamt ca. 4,3 ha umfasst.

Weiteres Vorgehen

Zur Gewährleistung eines hohen Maßes an Transparenz bei diesen für die Stadt Willich und den wichtigen Zukunftsprojekten, wurde zunächst die Politik als wichtiger Akteur im Rahmen des Planungsausschusses am 31.08.2021 in dieses frühe Planungsstadium eingebunden. Im weiteren Schritt wird eine Beteiligung der Öffentlichkeit sowie der Träger öffentlicher Belange durchgeführt. Nach Abschluss werden alle Anregungen aus der Politik und der Öffentlichkeit gesammelt, geprüft und bewertet, um auf dieser Basis die Vorzugsvarianten für die Plangebiete „Roeddersfeld - Emissionsarme Siedlung Willich" und „Fontanestraße" zu erarbeiten.

Die ausführliche Rahmenplanung (Pläne + Erläuterungstext) zu diesen beiden aktuellen Projekten finden Sie unten im Downloadbereich dieser Seite.

Was ist ein Rahmenplan?

Der städtebauliche Rahmenplan ist ein informelles Planungsinstrument, um Entwicklungspotentiale und Zukunftsperspektiven für ein Plangebiet in groben Zügen darzustellen. Auf Entwurfsebene bildet der Rahmenplan die Vorstufe zur rechtsverbindlichen Bauleitplanung. Hier geht also noch nicht darum, genaue Grundstücksgrößen, Baufenster oder Straßenbreiten festzulegen, sondern viel mehr um das Aufzeigen erster Ideen das Gebiet verkehrlich zu erschließen sowie räumlich, baulich und gestalterisch zu strukturieren. Das heißt, es besteht noch keinerlei Endgültigkeit. Es wird lediglich der städtebauliche „Rahmen" für eine potentielle Baulandentwicklung in einem bestimmten Bereich zur Orientierung abgesteckt.

Rahmenplanung als kooperative Aufgabe

Die städtebauliche Rahmenplanung ist als Instrument der Stadtentwicklung als kooperative Aufgabe von Politik, Verwaltung, institutionellen Interessenträgern und Bürgerinnen und Bürgern zu verstehen. In diesem Planungsstadium ist also ein hohes Maß an Kooperation und Partizipation gefragt. Um den Planungsprozess zu befruchten bietet es sich außerdem an, verschiedenen Entwurfsvarianten zur Diskussion zu stellen. So ergibt sich die Chance mögliche Konflikte bereits frühzeitig zu erkennen, um dann in der Konkretisierungsphase mit städtebaulichen Lösungen reagieren zu können. Von großem Nutzen kann hierbei z. B. die spezielle Ortskenntnis der Kommunalpolitik oder auch der Bevölkerung sein. Transparenz in einer solch frühen Planungsphase schafft Vertrauen und Akzeptanz, sodass die Öffentlichkeit bereits auf Ebene der Rahmenplanung zur Gewährleistung einer flexiblen und bürgernahen Planung beteiligt werden sollte.

Fachliche Teilkonzepte und Projektarbeit

Auch fachliche Teilkonzepte werden der Rahmenplanung zugeordnet, wenn sie für die Bauleitplanung vorbereitende Wirkung haben. So beispielsweise das Einzelhandelskonzept, welches in diesem Jahr (2019) fortgeschrieben wurde. Der Masterplan Wohnen wurde Anfang Februar 2017 beschlossen und steht Ihnen ebenfalls zum Download zur Verfügung. Einen Schwerpunkt der rahmenplanerischen Projektarbeit bei der Stadt Willich hat in den vergangenen Jahren das Integrierte Handlungskonzept Alt-Willich eingenommen, welches eine Vielzahl von Projekten unterschiedlichster Maßstabsebenen bündelt und so als Leitbild für die künftige Innenstadtentwicklung fungiert.

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