Stadt Willich

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Bauen & Umwelt

Inhalt

Sanierung Notunterkunft

Die Notunterkunft in Anrath besteht aus zwei aneinander gebauten Häusern mit jeweils vier 2-Zimmer-Wohnungen und einer Gesamtfläche von 600 m². Da die gesamte Anlage über keine zentrale Heizung verfügt, ist jede Wohnung in einem der beiden Räume mit einem Kohleofen ausgestattet, mit dem die ganze Wohnung beheizt werden muss.

Ausgangssituation

Notunterkunft Ausgangssituation Im Winter 2010/2011 wurden für die Beheizung der Notunterkunft insgesamt 21.500 kg Kohlebriketts beschafft und verbraucht. Durch das Verheizen der 21.500 kg Kohle wurden im Laufe einer Heizperiode CO2-Emissionen von 65.145 kg verursacht.

Energetische Sanierung

Notunterkunft Wärmedämmung Vor der Sanierung lag der Heizwärmebedarf für die gesamte Notunterkunft bei etwa 60 kW. Im Rahmen der energetischen Sanierung wurden zum einen die Außenfassade mit einem Wärmedämmverbundsystem und zum anderen Keller- sowie obere Geschossdecke mit Mineralwolle gedämmt. Durch diese Maßnahmen konnte der Wärmebedarf auf etwa 40 kW reduziert werden.

Heizen mit Erdwärmepumpe

Geothermiebohrungen Da die geologischen Bedingungen für die Nutzung oberflächennaher Geothermie im Willicher Stadtgebiet sehr gut sind, wird die Notunterkunft in Zukunft durch Erdwärme mit der benötigten Heizwärme versorgt. Dafür war neben dem Einbau einer entsprechenden Wärmepumpenanlage auch das Anlegen des zugehörigen Erdsondenfeldes erforderlich. Da die Notunterkunft bisher ausschließlich mit Kohleöfen ausgestattet war, mußte außerdem eine zentrale Heizungsanlage (Rohrleitungen, Heizkörper) neu installiert werden.

Reduzierung von CO2-Emissionen

Notunterkunft nach der Sanierung Durch die Reduzierung des Wärmebedarfs auf 40 kW werden bei Zugrundelegung von 1800 Betriebsstunden der Heizungsanlage pro Jahr 72.000 kWh Wärmeenergie benötigt. Da die Stadt Willich Ökostrom bezieht, kann für den Betrieb der Erdwärmepumpe von CO2-Emissionen von 0,012 kg/kWh ausgegangen werden. Durch die Bereitstellung von 72.000 kWh Heizenergie werden demnach insgesamt 864 kg CO2-Emissionen verursacht. Verglichen mit den bisherigen  CO2-Emissionen in Höhe von 65.145 kg entspricht das einer jährlichen Einsparung von über 90 Prozent.

Zeitplan und Kosten

Mit der Sanierung der Notunterkunft wurde im Mai 2013 begonnen und die letzten Arbeiten wurden im Oktober 2013 abgeschlossen. Somit steht den derzeitigen Bewohnern für den Winter 2013/2014 bereits die neue Heizungsanlage zur Verfügung.

Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf ca. 200.000 €. Im Rahmen der Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) und der fachlich-inhaltlichen Unterstützung bei der Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes der Stadt Willich (ausgewählte Maßnahme des Klimamanagers / FKZ 03KS1428M) wird die energetische Sanierung der Notunterkunft mit 100.000 € gefördert.

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Kontakt - für Details bitte Namen auswählen

Herr Gellißen Telefon: 0 21 56 / 949-257 E-Mail senden