Stadt Willich

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Rathaus & Service

Inhalt

Namensänderung

Namensänderungen sind üblicherweise nur möglich im Zusammenhang mit personenstandsrechtlichen Ereignissen, wie zum Beispiel Eheschließung, Scheidung, Adoption, Einbenennung eines Kindes usw. Meistens reicht hierfür im Rahmen der geltenden Vorschriften eine Erklärung zur Niederschrift vor dem Standesbeamten aus.

Neben diesen Namensänderungen nach Bürgerlichem Recht besteht in Ausnahmefällen die Möglichkeit, sowohl Vor- als Familiennamen durch eine öffentlich-rechtliche Namensänderung - auch behördliche Namensänderung genannt - zu ändern.

Ein Vor- oder Familienname kann nur dann geändert werden, wenn ein wichtiger Grund im Sinne des Namensänderungsgesetzes (NamÄndG) die Änderung rechtfertigt. Die öffentlich-rechtliche Namensänderung dient ausschließlich dazu, erhebliche Unzuträglichkeiten zu beseitigen, die sich im Einzelfall bei der Führung des nach bürgerlichem Recht zu tragenden Namens nachvollziehbar und nachweisbar ergeben.

Das Namensänderungsgesetz und die zugehörige Verwaltungsvorschrift sind im Internet abrufbar. In der Verwaltungsvorschrift finden Sie nicht abschließende Listen typischer Fälle, in denen eine öffentlich-rechtliche Namensänderung zu bewilligen, beziehungsweise abzulehnen wäre (5. Abschnitt, ab Nr. 33). Unter keinen Umständen reicht als Begründung die reine Vorliebe, einen anderen als den bisherigen Vor- oder Nachnamen zu tragen.

Auch Änderungen der Schreibweise sowie das Hinzufügen oder Ablegen einzelner Vornamen gelten als Namensänderungen und unterliegen daher ebenfalls den aufgeführten Anforderungen.

Zum 01. November 2018 tritt der neue Paragraph 45 a des Personenstandsgesetzes (PStG) in Kraft. Es besteht danach die Möglichkeit, die Reihenfolge mehrerer Vornamen neu zu bestimmen. Diese Regelung bezieht sich jedoch nur auf bereits vorhandene Vornamen und die Sortierung deren Reihenfolge. Hierfür reicht es aus, eine entsprechende Erklärung zur Niederschrift beim Standesamt abzugeben und diese beglaubigen zu lassen.

 

Schriftlicher Antrag

Namensänderungen müssen schriftlich oder zur Niederschrift beantragt werden. Anträge beim Standesamt Willich können Personen stellen, die im Stadtgebiet Willich wohnen und deutsche Staatsangehörige sind. Vorher bedarf es eines persönlichen Beratungsgesprächs, um alle individuellen Gründe und notwendigen Unterlagen anzusprechen. Zuständig für die Entscheidung über eine Namensänderung ist das Kreisordnungsamt des Kreises Viersen. Ergibt die Prüfung, dass eine Namensänderung berechtigt ist, wird eine förmliche Namensänderungsurkunde ausgestellt.

Unterlagen

Folgende Unterlagen sind mindestens notwendig:

  • gültiger amtlicher Lichtbildausweis
  • aktuelle Personenstandsurkunde(n) zum Nachweis der derzeitigen Namensführung
  • Führungszeugnis (für Personen ab 14 Jahre, erhältlich über Ihr Stadtteilbüro)
  • Nachweise über Behinderungen durch die derzeitige Namensführung.

Gebühren

Die Verwaltungsgebühren betragen je nach Verwaltungsaufwand sowie nach der Bedeutung, dem wirtschaftlichen Wert oder dem sonstigen Nutzen für den Antragsteller

  • für eine Vornamensänderung bis zu 255 Euro
  • für eine Familiennamensänderung bis zu 1.022 Euro.

Angleichungserklärung für bestimmte Personengruppen

Vertriebene, Spätaussiedler und Personen, die einen Namen nach ausländischem Recht erworben haben, deren Namensführung sich inzwischen aber nach deutschem Recht richtet, können bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen über eine Angleichungserklärung ihren Namen dem deutschen Recht anpassen. Hierzu ist in jedem Fall eine persönliche Beratung beim Standesamt erforderlich.

Kontakt - für Details bitte Namen auswählen

Frau Janßen Öffentlich-rechtliche Namensänderung Telefon: 0 21 54 / 949-556 E-Mail senden