Stadt Willich

Schlossfestspiele

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Kinder- und Familientheater

Dr. Dolittle und seine Tiere

Ein Familienstück für kleine und große Kinder ab 4 Jahren von Hugh Lofting
Musik: Stefan Hiller
Regie: Sven Post

StofftiereIn dieser Saison kommt ein absoluter Klassiker der Kinderliteratur auf die Bühne des Schlosses Neersen: Doktor Dolittle!
Doktor Dolittle ist Arzt in einer kleinen englischen Stadt und liebt als Tierarzt seine Patienten über alles. Viel lieber ist er mit den Tieren zusammen als mit Menschen. Als er eines Tages feststellt, dass er mit den Tieren sprechen kann, öffnet sich ihm eine ganz neue, fantastische Welt voller neuer Erfahrungen. Er reist mit seinen Tieren um die Welt und erlebt so manches Abenteuer.
Hugh Lofting hat in seinen Doktor Dolittle Romanen eine großartige Welt kreiert, die uns unseren Mitbewohnern auf diesem Planeten ein ganzes Stück näher bringt. Gerade in schwierigen Zeiten wie diesen ein wichtiges Thema: Wie gehen wir mit unseren Mitwesen um, wie verhalten wir uns Tieren gegenüber in einer Welt, in der durch Menschenhand täglich hunderte von Spezies aussterben? Doktor Dolittle ist nicht zuletzt durch die Hollywood Verfilmungen allseits bekannt und beliebt, es gibt zahlreiche Umsetzungen für Film, Fernsehen und sogar Comics. Ein wunderbares Stück für Jung und Alt, für alle Kinder und im Herzen Junggebliebenen!

Der Autor: Hugh Lofting

Hugh John Lofting wurde am 14.01.1866 als Sohn eines Briten und einer Irin in Maidenhead in England geboren. Nach seinem Besuch der Jesuitenschule Mount St. Mary`s in Chesterfield, studierte er in den USA am Massachusetts Institute of Technology und in England am Londoner Polytechmicum, Nach einer kurzen Anstellung als Architekt war er als Landvermesser in Kanada und bei der Eisenbahn im westafrikanischen Lagos und in Havanna auf Kuba tätig. 1912 kehrte er in die USA zurück, wo er Flora Small heiratete, mit der er zwei Kinder, Elizabeth Mary und Colin MacMahon, bekam. In New York begann er seine Schriftsteller-karriere und veröffentlichte Kurzgeschichten in verschiedenen Zeitschriften.

Als 1914 der erste Weltkrieg ausbrach, arbeitete Lofting als britischer Staatsbürger für das englische Infomationsministerium und wurde ein Jahr später als Leutnant zu den Irish Guards eingezogen, mit denen er in Flandern kämpfte. Dabei begann er seine ersten „Doktor Dolittle“-Geschichten zu schreiben. Die ersten Geschichten verfasste Lofting in Form von illustrierten Briefen an seine Kinder aus den Schützengräben. Aufgrund einer schweren Verletzung wurde Lofting vorzeitig aus der Armee entlassen und kehrte mit seiner Familie zurück nach Amerika. In Connecticut schrieb Lofting fast jährlich ein neues Buch über Doktor Dolitte und weitere Geschichten.

1920 erschien das erste Buch unter dem Titel „Doktor Dolittle und seine Tiere“, dem noch eine Vielzahl von Dolittle-Abenteuern folgte. Die Buchserie wurde sowohl für Radiohörspiele als auch für den Film und das Fernsehen als Zeichentrickserie adaptiert. Mit seiner dritten Ehefrau Josephine Fricker, einer Kanadierin mit deutschen Wurzeln, bekam Lofting 1936 sein drittes Kind, den gemeinsamen Sohn Christopher Clemente. Im Alter von einundsechzig Jahren starb Hugh Lofting 1947 nach schwerer Krankheit in Connecticut.

 

Tigerwild!

eine Geschichte frei nach dem Kinderbuch von Peter Brown
gespielt vom Puppentheater Con Cuore
Für kleine und große Kinder ab vier Jahren

Tigerwild!Eigentlich geht es Herr Tiger sehr gut. Er hat eine gemütliche Wohnung, geht jeden Tag zur Arbeit und spielt ab und zu mit den Nachbarkinder im Hof Verstecken. Und doch fühlt er sich zunehmend unwohler. Denn alle um ihn herum sind immer so überanständig, ja, fast langweilig. Er spürt eine Wildheit in ihm aufkommen. Und eines Tages hat Herr Tiger eine ganz wilde Idee! Die Geschichte beschreibt in ausdrucksstarken Bildern, dass jeder seinen Freiraum braucht um sich selbst zu entwickeln, aber ohne dabei anderen auf die Füße zu treten.

Und natürlich wird es auch wieder das Familienfest im Anschluss an eine Kinderstückaufführung geben.

 

KIDZ-Club

Schauspielerin Reinhild KönckeBereits seit vier Jahren besucht die erfahrene Schauspielerin und Theaterpädagogin Reinhild Köhncke die Grundschulen der Stadt Willich, um den Kindern ihre ersten Theatererfahrungen zu ermöglichen. Gemeinsam werden spielerisch und improvisatorisch Szenen zu einer Thematik erarbeitet. Dieses Mal steht unser Kinderstück Dr. Dolittle und seine Tiere im Vordergrund.

Aufgrund von Corona kann Reinhild in diesem Jahr nur die Albert-Schweitzer-Schule besuchen. Gemeinsam mit jeweils zehn Kindern der dritten und der vierten Klasse wurden eigene Geschichten zu Dr. Dolittle entwickelt. Dabei wurde auch Corona szenisch umsetzt: In dem Stück der dritten Klasse konnten sich zwei Corona-Viren in das Haus des Doktors einschleichen und seine Tiere anstecken. Nachdem er aus der Zeitung von der neuartigen Krankheit erfährt und ihnen selbst nun auch gegenübersteht, liegt es an ihm, die Viren zu besiegen. Und auch in der vierten Klasse muss eine Lösung gefunden werden. Zunächst verkörpern die Kinder die Corona Viren mit unterschiedlichen Charaktereigenschaften, wie etwa der zielstrebigen Corona-Chefin, die die Viren in die Welt schicken will, dem ängstlichen Corona-Virus, das sich dagegen sträubt und das schläfrige Virus, das fast alles verschläft. Nachdem sie es schaffen Dr. Dolittles Schwester Sarah anzustecken, müssen nun die Tiere eine Medizin finden, um ihr zu helfen.

Ihre selbst ausgedachten Geschichten präsentieren die Kinder kurz vor den Sommerferien coronabedingt auf dem Schulhof vor Familie, Freunden und Klassenkameraden.

 

Die besondere Beziehung zwischen Haustier und Mensch

Weißer Pibtull mit Küssen übersätWährend die Menschen früher den Hund als Wächter und die Katze als Mäuse- und Rattenjäger hielten, steht heute der emotionale Nutzen der Haustiere im Vordergrund. Gerade in unserem stressigen Alltag und Berufsleben, stellt das Haustier einen erholsamen Gegenpol dar. Allein das Betrachten eines Aquariums oder das Schnurren einer Katze wirkt beruhigend auf uns. So verwundert es nicht, dass die Zahl der Haustierbesitzer*innen in den letzten Jahrzenten immer weiter stieg und aktuell bereits in jedem dritten deutschen Haushalt ein Haustier lebt. Nach der reinen Anzahl stellen die Katzen mit rund 15,7 Millionen Tieren das beliebteste Haustier der Deutschen dar, danach folgen die Hunde mit 10,7 Millionen Tieren vor den Kleintieren (5 Millionen) und den Ziervögeln (3,5 Millionen).

Schon 1931 übertrug Geiger die von Karl Bühler entwickelte Du-Evidenz auf das Tier. Die Du-Evidenz beschreibt die Fähigkeit des Menschen eine andere Person als Individuum, also als „du“ wahrzunehmen und zu respektieren. Für Geiger können das nicht nur die Menschen untereinander, sondern auch zwischen den Menschen und den Haustieren ist das möglich. Sie gehen eine Beziehung ein, in der der Mensch dem Haustier unter anderem einen Namen gibt, um es von anderen Tieren zu unterscheiden und ihn als Individuum mit eigenen Ansprüchen, Eigenarten und Bedürfnissen anzuerkennen. 

Haustierbesitzer*innen sind sich darüber einig, dass ihre Tiere sie glücklich und gesundmachen. Sie haben einen positiven Einfluss auf das körperliche und das seelische Wohlbefinden des Menschen. Die Haustierhaltung ist aber auch eine echt Lifetime-Beschäftigung. Die meisten Haustierfreunde werden bereits früh in der Kindheit und innerhalb der Familie auf Haustiere geprägt. Meistens bleibt es auch nicht bei einem Haustier im Leben, denn im Durchschnitt besitzen die Haustierbesitzer*innen seit rund dreiundzwanzig Jahren ein Haustier. Durchschnittlich 2,6 Stunden am Tag sind die Besitzer*innen mit ihren Haustieren beschäftigt, dazu zählen neben Füttern und Gassigehen die Spiel- und Schmusezeiten. Und weil das Tier mehr als nur ein Haustier ist, sondern als Familienmitglied angesehen wird, wird auch der Geburtstag mit zusätzlichen Snacks und Spielzeug gefeiert.

Besonders wird die Beziehung zwischen Mensch und Haustier zusätzlich dadurch, dass sie keine gemeinsame Sprache sprechen und sich trotzdem gegenseitig durch die nonverbale Kommunikation verstehen können: Das Tier versteht den Menschen durch Körpersprache, Mimik und Gestik, Blickkontakt, Stimme und Stimmung sowie Körpergeruch, der Mensch versteht das Tier durch Schwanzwedeln, Körperhaltung und Laute.  Durch das Zusammenspiel der Faktoren und der Erfahrung verstehen wir uns gegenseitig immer besser. Leider hat der Mensch im Allgemeinen lediglich ein gutes Verhältnis zu seinen Haustieren, wohingegen er seine „Nutztiere“ schlecht behandelt und hier oft der kommerzielle Vorteil des Menschen im Vordergrund steht. Unter anderem auch deshalb wird in der Ernährung der Menschheit das Thema Vegetarismus und Veganismus immer größer und stärker. Leider zeigt sich hier oft eine extreme Diskrepanz im Verhalten der Menschen zu ihren Haustieren und den Zuchttieren.

 

 

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