Stadt Willich

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Internetseiten barrierefrei gestalten

Barrierefreies Webdesign ist die Kunst, Internetseiten so zu gestalten, dass jeder sie nutzen und lesen kann. Jan Eric Hellbusch, Sehbehinderter und Betreiber von barrierefreies-webdesign.de

Kind schreibt auf einem PC Webseiten barrierefrei zu gestalten bedeutet einzuplanen, dass Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Voraussetzungen, zum Beispiel auch Kinder, unterschiedlicher Hard- und Software und auch unterschiedlichen Browsereinstellungen auf  Internetseiten zugreifen.

Barrieren, denen wir im Internet begegnen, können sein

  • Fehlende Texte zur Beschreibung von Grafiken,
  • Eine unglückliche Auswahl der Farbkombinationen
  • Unklar strukturierte Webseiten
  • Nicht bedienbare Navigationsmechanismen
  • und vieles andere mehr.

Wem nutzen barrierefreie Internetseiten?

Eine barrierefreie Website ist nicht für Blinde, sondern ein Service für viele Menschen. Fahrstühle und Rampen nützen schließlich auch nicht nur Rollstuhlfahrern, sondern vor allem auch

  • Fahrradfahrern
  • Leuten mit schweren Koffern
  • und Eltern mit Kinderwagen

Grundsätzlich haben alle etwas von barrierefreien Webseiten, da Barrierefreiheit die Benutzerfreundlichkeit einer Website verbessert. Barrierefreie Seiten erschließen einen deutlich größeren Kundenkreis weil Sie für alle zugänglich sind. Oft sind Benutzer aus technischen oder anderen Gründen nicht in der Lage die Seite zu öffnen, zu bedienen oder zu verstehen, also wahrzunehmen!

Insbesondere erleichtert es folgenden Gruppen den Zugang zum Internet:

  • Älteren Menschen
  • Kindern
  • Anfängern
  • Menschen mit
    • Lernbehinderungen
    • Sehbehinderungen
    • Hörbehinderungen
    • motorischen Einschränkungen
  • Geistig beeinträchtigte Personen
  • Menschen, die Deutsch nicht als erste Sprache erlernt haben
  • und viele mehr

Zugänglichkeit von www.stadt-willich.de

Einige Informationen zum Thema Barrierefreiheit finden Sie auch auf unserer Hilfeseite.

Folgende Themen haben uns beschäftigt und werden uns weiter beschäftigen:

  • Durch eine gute Strukturierung der Seiten mit Zwischenüberschriften, Absätzen, Listen und anderen Strukturierungselementen werden die Seiten übersichtlicher und verständlicher. Die Wahrnehmung wird gefördert.
  • Wir versuchen, die Inhalte verständlicher zu machen. So ersetzen wir zum Beispiel Fremdwörter möglichst durch deutsche Wörter. In manchen Fällen lässt sich das nicht erreichen. Dann bemühen wir uns, den Begriff in unserem Wörterbuch zu erklären. Ziel ist die Verwendung von Alltagssprache ohne Verhauptwortungen, abstrakten, komplizierten Begriffen oder Konjunktiven. Dafür aber sollen umso mehr kurze Sätze, praktische Beispiele und persönliche Ansprache zum Einsatz kommen. Gerade diese Punkte stellen in der Praxis eine sehr große Herausforderung dar.
  • Alle Bilder werden mit Alternativtexten hinterlegt. Menschen mit Sehbehinderungen können sich diese Alternativtexte mit entsprechenden Programmen vorlesen lassen.
  • Die Formatierungen zum Beispiel von Zahlen, Maßeinheiten und Telefonnummern wird auf Screenreader abgestellt. Screenreader sind Programme, die Internetseiten zum Beispiel vorlesen können.
  • Die Forderung nach einer geschlechtergerechten Sprache setzen wir so um, dass die Texte lesbar bleiben. Dies bedeutet, dass wir unter anderem auf die so genannte Schrägstrichvariante (Beispiel: Bürger/in) verzichten.

Helfen auch Sie der Barrierefreiheit und machen Sie mit

Es wäre schön, wenn auch Sie diese Grundsätze bei der Arbeit an Ihrer Internetseite berücksichtigen würden.

Oder, wenn Sie uns Texte zur Verfügung stellen, wäre die Beachtung dieser einfachen Regeln wünschenswert. Gerne stellen wir Ihnen auf Anfrage auch weitere Informationen zur Verfügung.

Barrierefreies Internet eröffnet neue Einsichten

So lautet nicht nur die plakative Bezeichnung einer mittlerweile sehr anerkannten Auszeichnung für barrierefreie Internetseiten (Biene-Award). Sie trifft den eigentlichen Kern des Themas:

Gerade für Menschen mit Behinderungen bietet das Internet neue Möglichkeiten zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und zur Integration in die Arbeitswelt. Erst durch das Internet werden Kommunikation und Informationsaustausch mit Selbsthilfegruppen und Behörden vereinfacht oder erst ermöglicht. Elektronische Medien unterstützen behinderte Menschen bei der Teilnahme am sozialen, beruflichen und kulturellen Leben.

Dazu ist es aber erforderlich, Internetanwendungen auch für Behinderte zugänglich, das heißt barrierefrei zu machen. Trotz der modernen Technik beinhaltet aber gerade das Internet viele Barrieren, die vermeidbar sind.

Welche Barrieren gilt es zu umgehen?

Beim Betrieb von Webseiten wird oft nicht berücksichtigt, dass viele Menschen körperliche oder geistige Einschränkungen haben. Folgende Barrieren können aufgebaut werden:

  • technische,
  • gestalterische (zum Beispiel durch eine unglückliche Auswahl von Farbkombinationen, die die Informationsangebote für Menschen mit Fehlsichtigkeiten unzugänglich machen)
  • redaktionelle (zum Beispiel durch eine zu komplizierte Sprache).

Wir wollen diese Hürden abbauen

Dazu haben wir unsere Internetseite im ersten Schritt komplett umgebaut. Ein solcher Umbau fängt bei einer neuen Navigationsstruktur an, geht über ein neues Design, über eine neue Programmierung bis hin zu vollständig überarbeiteten Inhalten.

Das Ergebnis sehen Sie oder hören Sie vielleicht gerade. Allerdings ist das nur der erste Schritt. Mit dem Tag des Onlinegangs veraltet diese inhaltlich wie technisch. Es ist unser Ziel die Seite auch auf Dauer den Anforderungen an die Zugänglichkeit entsprechend zu gestalten. Das bedeutet, dass jede Seite vor Freischaltung für das Internet diesen Anforderungen entsprechen muss.

Gerade am Anfang werden wir auch noch einige Fehler machen, aber vielleicht machen Sie uns darauf aufmerksam und wir können diese dann beheben.

Barrierefreiheit eine Herausforderung für die Zukunft

Damit wir auch zukünftig nicht nur aktuell, sondern auch barrierefrei sind, haben sich bei der Stadt einige Menschen mit dem Thema vertraut gemacht. Ein umfassender und an der Praxis des Betriebs einer großen Website ausgerichteter Handlungs- und Gestaltungsleitfaden hilft allen Beteiligten auch auf Dauer barrierefreie Seiten erstellen zu können.

Weil es das Gesetz fordert und aus Überzeugung

Nach Paragraph 11 Behindertengleichstellungsgesetz müssenTräger öffentlicher Gewalt ihre Internetangebote so gestalten, dass sie von behinderten Menschen grundsätzlich uneingeschränkt genutzt werden können.

Nach der Barrierefreien Informationstechnik Verordnung (BITV) müssen 66 Bedingungen erfüllt werden, damit eine Webseite barrierefrei und damit für alle Nutzer zugänglich ist.

In Wirklichkeit führen aber selbst diese umfangreichen Regelungen nicht unbedingt an das Ziel die Barrierefreiheit zu verbessern. Ein Beispiel: Die durchgängige Auszeichnung von Abkürzungen förderr nicht immer das Verständnis: Eine DVD kennt jeder, oder? Kennen Sie auch eine Digital Versatile Disc? Nein, ist aber das Gleiche.

Wir sind überzeugt von dem was wir in Sachen Barrierefreiheit unternehmen und wollen lernen Sie zu verstehen und zu verinnerlichen. So erreichen wir auf Dauer das beste Ergebnis für die Menschen und damit für die Nutzer unseres Internetangebot. Christoph Janßen, Webmaster, Stadt Willich.

Barrierefreiheit von Menschen für Menschen

Zwei Drittel der Anforderungen an die Barrierefreiheit können durch Programme die bei der Erfassung von Internetinhalten helfen, oder durch eine entsprechend den Internetstandards vorhandene Webseitenprogrammierung erfüllt werden. Für den Rest der Bedingungen ist der Webseitenautor zuständig. Dem Autor kommt somit die wichtigste Rolle bei der Erstellung von barrierefreien Inhalten zu.

Viele Informationen, die Inhalte für Anwender mit Behinderungen erst greifbar machen, können nicht automatisiert erstellt werden. Eine treffende Beschreibung für ein Bild kann nur durch den Redakteur erstellt werden, der die Verwendung des Bildes im Zusammenhang mit dem Text kennt.