Stadt Willich

Stadtgeschichte

Inhalt

Stadtgeschichte: Mord am Schwarzen Pfuhl - Was geschah mit dem französischen Offizier ?

Sven Post und die weiteren Darsteller von 'Mord am schwarzen Pfuhl'Der Schwarzenpfuhl gehört zu den magischen, geheimnisumwitterten Orten im Willicher Stadtgebiet. Gelegen an einer Kreuzung von überregionaler Bedeutung, wo sich die beiden wichtigen Fernstraßen Köln-Venlo und Aachen-Krefeld kreuzten, entstand hier schon im späten Mittelalter eine Fuhrmannsherberge. Ambrosius II.von Virmond ließ hier im Januar 1579 einen Galgen errichten, an dem die Urteile des Neersener Gerichts vollstreckt wurden.

Als die Franzosen 1794 das linke Rheinland eroberten, richteten sie hier eine Mautstelle ein - die Einnahmen dienten dem Unterhalt der Chausseen im Departement. Die Herberge war weithin bekannt: Bis zu 50 Personen konnten hier speisen und übernachten. Auch der eine oder andere prominente Besucher kehrte am Schwarzenpfuhl ein.

Zu ihnen gehörte im Winter 1813 auch Marschall Michel Ney, einer der höchstdekorierten Generäle Napoleons. Nach dem gescheiterten Russland-Feldzug fluteten die Reste der geschlagenen Grande Armee zurück Richtung Frankreich und kamen dabei auch durch das Rheinland. Während Bonaparte selbst herrschaftlich auf Schloss Dyck bei Jüchen übernachtete, musste seine Entourage weniger komfortable Unterkünfte aufsuchen.

Dreharbeiten für 'Mord am Schwarzen Pfuhl' im Freilichtmuseum DorenburgSo kam es, dass Marschall Ney mit seiner Einheit am Schwarzenpfuhl einkehrte. In jener Nacht kam es zu einem mysteriösen Mord an einem französischen Offizier, der in den offiziellen Quellen nicht dokumentiert ist. Der tote Offizier wurde anschließend anonym in der Nähe der Herberge bestattet, die Lage des Grabs ist unbekannt.

Drehbuchautor Florian Siebert hat eine von vielen Möglichkeiten durchgespielt, was sich denn wohl in dieser Nacht ereignet haben könnte. Natürlich ist Meisterdetektiv Piet Persson wieder vor Ort und wird Zeuge der schrecklichen Ereignisse.

Der „Schwarzenpfuhl" blieb eine beliebte Fernfahrer-Raststätte. Erst 2016 wurde der Restaurationsbetrieb eingestellt. Drei Jahre später erwarb die städtische Grundstücksgesellschaft das marode, aber geschichtsträchtige Gebäude, um es nach erfolgter Sanierung einer neuen Nutzung zuzuführen.

Die Dreharbeiten fanden übrigens wieder im Freilichtmuseum Dorenburg statt, eine wunderbare Kulisse für unsere Story! Erstmals wurden Piet Persson weitere Darsteller zur Seite gestellt, dabei ließen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung durchaus schauspielerisches Talent erkennen.


Hier geht's zum Film !