Stadt Willich

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Kultur & Bildung

Inhalt

Ausstellung Jürgen Möller & Bogdan Paprotny

Skulpturen aus Stein flankieren zum ersten Mal während der Festspiele den Weg rund um Schloss Neersen. Auf diesem Steinparcours begegnet man Arbeiten der Bildhauer Jürgen Möller und Bogdan Paprotny.

Zu den Arbeiten von Bogdan Paprotny

 

Skulptur Fächer von Bogdon PaprotnyBogdan Paprotnys Umgang mit dem Material ist in erster Linie ein Vorstoß zum inneren Kern des Steins. Bei der Arbeit „Fächer" setzt er der polierten, glänzenden Oberfläche eine angekratzte, aufgerissene und aufgebrochene Partie entgegen. Es scheint als schaue man in den Stein hinein und könne die einzelnen aufgefalteten Sedimentschichten erkennen, aus denen er sich aufbaut. Auch bei der Skulptur „Blüte", aus weißem Marmor gefertigt, wechseln sich unterschiedliche Oberflächengestaltungen ab. Die Form lässt eine eindeutige Zuordnung nicht zu, changiert zwischen vegetabilen und organischen Formen.

Skulptur Aufatmen von Bogdon PaprotnyBis zum machbaren Minimum ausgedünnt ist die Skulptur „Aufatmen" aus dunklem Diabas.Man denkt an Nervenbündel, die in der Hoffnung auf andere Verbindungen suchend in der Luft tasten oder freigelegte Muskelfasern. Bogdan Paprotny scheint den Stein zu sezieren, obwohl er im Akt der Bearbeitung selbst die sich ihm offenbarende Struktur hervorbringt. Diese wird zunehmend detailreicher gestaltet, indem er das Volumen auffächert und scheinbar gegen die Masse des Materials ankämpft. Bohrungen dringen tief in den Stein ein und lassen ihn fast gewebeartig aufgehen. Die einst kompakte, feste Masse ist zur fragilen, stellenweise transparenten Gitterstruktur geworden. Dabei leitet Bogdan Paprotny die Vorstellung vom Körper, der nach außen von Haut umschlossen ist, im Inneren aber umso kleinteiliger wird, je weiter man in ihn vordringt.

Bogdan Paprotny, geboren in Kattowitz, Polen, Ausbildung zum Porzellan- und Glasmaler (Kattowitz), Akademie der bildenden Künste Kattowitz, seit 1981 in Deutschland, Ausbildung zum Steinbildhauer, Bogdan Paprotny lebt und arbeitet in Düsseldorf und Ratingen.

www.bogdan-skulpturen.de

Zu den Arbeiten von Jürgen Möller

 

Skulptur Opfer von Jürgen MöllerJürgen Möllers Ausgangspunkt ist ebenfalls der Körper. Dabei interessiert ihn aber nicht die möglichst naturgetreue und detaillierte Nachbildung, sondern er fokussiert sich bei seinen Skulpturen auf die Bewegung, die der Körper als dynamischer Akt vollzieht. Dabei reduziert er den Körper auf die zentrale Körpermasse, indem er den bis auf den Rumpf beschnitten Körper als Torso zeigt. So gelingt ihm nicht nur eine Konzentration auf das Kernvolumen, sondern er macht auch die Verletzlichkeit des menschlichen Körpers sichtbar. Die Skulptur „Opfer" thematisiert den Körper. Hier aber ist es der geschundene, gebeugte, vielleicht schon leblose Körper, der nicht mehr „normal" funktioniert, sondern in eigentümlicher Weise verdreht ist. Jürgen Möller abstrahiert hier weitgehend vom realen Körper zugunsten eines in sich bewegten Volumens, das aber noch soweit an Körper erinnert, dass die zugefügte Verletzung in der Deformation schmerzlich spürbar wird.

Skulptur Durchbruch von Jürgen Möller„Durchbruch" ist die neuste Arbeit von Jürgen Möller, bei der er den Torsos als Sinnbild des fragilen menschlichen Daseins fast in die vollständige Abstraktion auflöst. Was beleibt ist ein Steinvolumen, das nicht nur durch sein unglaublich strahlendes Weiß zu schweben scheint, sondern vor allem durch die Spannung der herrschenden Dynamiken zu etwas Lebendigem wird. „Auferstehung" nennt der Künstler eine Skulptur, bei dem der liegende Körper bewusst grob aus dem Stein herausschält ist. Die Schwere des Materials scheint auf der Figur zu lasten, die sich dennoch mit aller Kraft dagegen zu stemmen scheint.

Jürgen Möller, geboren in Wanne-Eickel (Herne), Medizinstudium in Aachen, Arbeitsaufenthalte und Seminare bei Joseph Castell (Bildhauerei), Qi Yang (Malerei), Cesare Ferronato (Steinbildhauerei) und Scuola di Scultura (Steinbildhauerei) in Italien, Frankreich und der Schweiz. Einzel- und Gruppenausstellungen in Deutschland und der Schweiz, Jürgen Möller lebt und arbeitet in Bochum und Düsseldorf

www.juergen-moeller-atelier.de

Alle Informationen zur Skulpturenausstellung am Schloss finden Sie auch in diesem Flyer.

 

Diese Ausstellung wird Ihnen präsentiert von:
Logo des Unternehmens 'In vino veritas'

Ausstellungseröffnung: Sonntag, 11.Juni 2017, 11 Uhr

 

Bitte beachten Sie, dass der Skulpturenweg zwar öffentlich zugänglich ist, während der Vorstellungen aber nur mit Theaterkarte besucht werden kann.

 

 

Datum 11.06.2017 bis 27.08.2017
Ort Schlosspark Neersen
Hauptstraße 6
47877 Willich
Veranstalter Kulturteam Stadt Willich
Albert-Oetker-Str.98-102
47877 Willich
Telefon: 02154 / 949-630
E-Mail: kultur@stadt-willich.de
Typ Ausstellungen

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