Schlossfestspiele Neersen

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Presse und Aktuelles

"Gott" zu Gast bei den Burgfestspielen Mayen (01. August)

Schlossfestspiele Neersen mit "Gott" zu Gast bei den Festspielen MayenSeit Jahren stehen die Festspiele Neersen im Stückeaustausch mit den Burgfestspielen Mayen: Mit einem ihrer Stücke spielt das Mayener Ensemble an einem Abend auf unserer Freilichtbühne, kurze Zeit später reisen wir mit einem unserer Stücke zur Genovevaburg. Aufgrund einer Krankheitswelle im Ensemble der Mayener konnten sie leider Mitte Juli nicht zu uns kommen, doch nach einer erholsamen Pause wurde der Spielbetrieb mittlerweile wieder aufgenommen, sodass unserem gestrigen Besuch nichts im Wege stand. Nach einem herrlichen Sommertag bei unseren Gastgebern spielten wir am Abend unsere vorletzte "Gott"-Vorstellung vor dem Mayener-Publikum, welches förmlich an den Lippen des "Ethikrates" klebte, der über den Fall des 78-jährigen ehemaligen Architekts Richard Gärtner diskutierte. Nachdem verschiedene Experten zu Wort kamen richtete sich die Ethikrat-Vorsitzende wie auch in Neersen direkt an das Publikum, welches innerhalb der Pause über die Frage "Soll Richard Gärtner das tödliche Präparat bekommen, um sich selbstbestimmt das Leben zu nehmen?" abstimmen sollte. Am Ende stand das Ergebnis fest: Das Mayener Publikum stimmte mit 65 Prozent für "Ja" ab, 35 Prozent stimmten mit "Nein" dagegen.

Morgen Abend (02. August) spielt "Gott" seine letzte Vorstellung auf der Neersener Freilichtbühne. Karten dafür sind an der Theaterkasse vor Ort (telefonisch erreichbar unter 02154 949630) und den Vorverkaufsstellen erhältlich.

Iris Kerkojus ist die 20 000. Besucherin der diesjährigen Schlossfestspiele (28. Juli)

20.000 Besucherin der Festspiele Neersen mit Sabine Mroch (Vorstandsvorsitzende) und Jan Bodinus (Intendant)Zur heutigen Vorstellung von "Loriots dramatische Werke" konnten die Schlossfestspiele ihre 20 000. Besucherin begrüßen: Bereits seit Jahren ist die Grundschullehrerin Iris Kerkojus aus Krefeld begeisterte Theatergängerin und Fan der Festspiele. Die Pole-Dance-Komödie „Brandheiß - gelöscht wird später" hatte ihr sehr gut gefallen und auch die letzte „Gott"-Vorstellung am 02.08. wolle sie noch unbedingt besuchen. Zur heutigen Vorstellung von „Loriot" kam sie gemeinsam mit einer langjährigen Freundin, mit der sie schon einige Theaterabende zelebrierte. Als 20 000. Besucherin erhielt IrisKerkojus neben einem Blumenstrauß und einem Gläschen Festspielsekt sowie einem Päckchen Badeenten-Seife
Premierenkarten für das nächste Jahr. „Ein rundum perfekter Theaterabend!" freut sich Iris
Kerkojus. Foto (v.l.n.r.): Vorstandsvorsitzende Sabine Mroch, Besucherin Iris Kerkojus und Intendant
Jan Bodinus

Heinz Erhardt springt erneut als Ersatz bei den Schlossfestspielen ein (12. Juli)

Stefan Keim spielt Heinz Erhardt und ShakespeareAufgrund einer Krankheitswelle im Ensemble der Mayener Burgfestspiele kann die Vorstellung von „Shakespeares gesammelte Werken – leicht gekürzt“ am 17. Juli nicht auf der Schlossbühne gespielt werden. Als Ersatz springt kurzfristigerneut Stefan Keim als Heinz Erhardt mit seinem Programm „Ritter, Reime und Romanzen“ ein.

„Alles im Leben geht natürlich zu. Nur meine Hose geht natürlich nicht zu.“ Kaum einer verstand sich so auf das selbstironische Spiel mit der deutschen Sprache wie Heinz Erhardt. Das Komikeridol der Wirtschaftswunderzeit war nie verletzend. Sein Humor blieb immer menschenfreundlich, und wenn er mal andere Töne anschlug, geschah das mit einem Augenzwinkern. In „Ritter, Reime und Romanzen“ sind die berühmten Klassikerparodien wie Goethes „König Erl“ oder Schillers „Apfelschuss“ ebenso zu hören wie lockere, wortwitzige Plaudereien. Sogar eine ganze Oper, Heinz Erhardts Version der „Carmen“, bleibt dem Publikum nicht vorenthalten. Keim verwandelt sich stimmlich und optisch in Heinz Erhardt und singt auch einige der bekanntesten Chansons wie „Fräulein Mabel“ und „Das Lehn-Lied“. Zusätzlich lernt Stefan Keim nun auch fleißig Texte von Shakespeare, um als Ersatz für die Mayener Burgfestspiele auch den englischen Schriftsteller am Sonntag auf die Freilichtbühne zu bringen.

Die bereits erworbenen Karten behalten ihre Gültigkeit, können aber auch an der Theaterkasse gegen Karten für eine andere Veranstaltung oder einen Gutschein umgetauscht werden. Eine Rückgabe ist ebenfalls möglich. Aus organisatorischen Gründen bitten wir darum, sich bei einem Umtausch- oder Rückgabewunsch bereits bis zum 15. Juli vor Ort oder telefonisch mit der Kasse in Verbindung zu setzen (Telefon: 02156/949-630), der Umtausch bzw. die Rückgabe ist bis zum 22. Juli möglich.

Mit Blick auf die Wettervorhersage können wir auch schon einen schönen Sommerabend mit Heinz Erhardt versprechen. Der Heinz-Erhardt-Abend auf der Freilichtbühne beginnt am 17. Juli um 20 Uhr, Karten sind an der Theaterkasse vor Ort erhältlich.

Alex Parker begeistert mit „Udo Jürgens…unvergessen!“ (11. Juli)

Alex Parker singt Udo JürgensDer Lindenblütentee auf dem Flügel war selbstverständlich dabei, in der Jackentasche steckte als Glücksbringer ein rotes Einstecktuch, das ihm das Management von Udo Jürgens schenkte: An zwei ausverkauften Abenden hintereinander begeisterte Alex Parker mit „Udo Jürgens…unvergessen!“ das Publikum im Ratssaal und ließ das bekannte Udo-Gefühl wieder aufleben. Parker eröffnete den Abend mit Hits wie „Geradeaus“ und „Bleib doch bis zum Frühstück“, während die Anwesenden gespannt lauschten und teilweise auch schon leicht mitwippten. Dazu gehörten auch die „mitgeschleppten Männer“ wie Parker augenzwinkernd meinte: Sie sollten den Abend gut nutzen, denn einerseits sei Singen gut für das Immunsystem und andererseits würden sie am Ende des Abends eine glückliche Frau mit nach Hause nehmen. Bei „Tante Emma“ und „Ehrenwertes Haus“ sang das Publikum dann auch schon mit. Bei der Frage, ob eine Gabi anwesend sei, wussten auch schon die meisten was kommt - „Gabi wartet im Park“. Zwischen den Liedern berichtete Alex Parker aus dem Leben des Weltstars und stimmte neben den bekannten Hits auch eindrucksvolle und tiefgängige Stücke an. „Der gekaufte Drachen“ habe Jürgens auf jeder Tour gespielt, denn Kinder lagen ihm am Herzen. Unvergessen sind auch seine Fernsehhits, etwa das Lied der Fernsehlotterie („Zeig mir den Platz an der Sonne) und die Titelmelodie von Tom und Jerry („Vielen Dank für die Blumen“).

Ganz ehrfürchtig erzählte Parker von seinem ersten Treffen mit Udo Jürgens als 19-jähriger Barpianist, als er vor seinem Idol dessen Lied „Mein Gesicht“ spielte. Bei „Ich war noch niemals in New York“ konnte dann jeder mitsingen, genau wie bei „Griechischer Wein“, das in einer ersten Version noch „Sonja, wach auf“ hieß. Die Klassiker „Mit 66 Jahren“ und „Aber bitte mit Sahne“ folgten, wie auch der Welthit „Merci, Chérie“, mit dem Udo Jürgens 1966 den Grand Prix Eurovision de la Chanson für Luxemburg gewann und das eher nachdenkliche Stück „Im Kühlschrank brennt noch Licht“ von 1991. Nach Standing Ovations und Zugabe-Rufen verschwand Alex Parker kurz, um mit dem bekannten und handsignierten Bademantel von Udo Jürgens auf dem Arm eine Zugabe zu spielen. Entstanden sei dieser Kult bei der Udo-70-Tour, als das Publikum noch eine Zugabe verlangte, Jürgens aber vollkommen nassgeschwitzt die Garderobe hätte verlassen müssen. Im Bademantel ging er nochmal raus, und das behielt er dann bei. Als Abschluss des Abends spielte Alex Parker dann einen selbst geschriebenen Song („Senf“) über die sozialen Medien, welcher sicher auch Udo Jürgens gefallen hätte.

Benefizvorstellung von „Alice im Wunderland“ (10. Juli)

Benefizveranstaltung von Alice im WunderlandWie in jedem Jahr wird das Kinderstück der jeweiligen Spielzeit als Benefizvorstellung an einem Abend gespielt, deren Preisaufschlag vollumfassend an eine Einrichtung, einen guten Zweck oder ähnliches gespendet wird. Dadurch kann auch das Kinderstück mit seiner besonderen Beleuchtung in den Abendstunden genossen werden. In diesem Jahr geht der Benefizaufschlag in Höhe von drei Euro an das Projekt "Hospiz macht Schule" der Hospizinitiative Kreis Viersen e.V..

Von einem weißen Kaninchen angelockt, lässt sich Alice in einen unterirdischen Bau führen. Dort startet ein großes Abenteuer für das kleine Mädchen. Bald beginnt Alice zu glauben, fast nichts sei unmöglich: sie wird größer und kleiner (je nachdem, welche wundersamen Getränke und Speisen ihr angeboten werden), sie begegnet sprechenden Türen und allerhand seltsamen Geschöpfen: einer grinsenden Katze, einer immerwährenden Teegesellschaft, einem Hofstaat, bestehend aus Spielkarten und deren wütender Herzkönigin. Das Abenteuer wird immer verrückter - fragt sich nur, wie Alice da ihre Katze finden kann und vor allem, wie sie wieder nach Hause finden soll... Das fantasievolle, spannende und komische Märchen begeistert noch heute Jung und Alt.

Ein wahrlich traumhafter Anblick, wenn die bunte Kulisse von „Alice im Wunderland“ in ein besonderes Farbspiel eintaucht.

Mit Goldregen am Schluss spielte das Ensemble eine wunderschöne Benefizvorstellung von "Alice im Wunderland" am Abend und erspielte so eine Spende von 750 Euro für das Projekt "Hospiz macht Schule" der Hospizinitiative Kreis Viersen e.V.. Noch im Anschluss wurde der Scheck von der stellv. Vereinsvorsitzenden Birgit Fliege, Intendant Jan Bodinus und der stellv. Geschäftsführerin Jutta Saum an die Vertreter des Projektes überreicht.

Premiere von „Gott“ (09. Juli)

Das Ensemble von Gott auf der BühneHeute Abend tagt der fiktive Deutsche Ethikrat zum ersten Mal auf unserer Freilichtbühne. Diskutiert wird der Fall des 78-jährigen ehemaligen Architekts RichardLeben selbstbestimmt mithilfe eines Präparates ein Ende setzen will. Für seine Ärztin Dr. Brandt (Svenja Jerg) kommt es aus persönlicher Überzeugung nicht infrage, ihrem zwar betagten, aber gesunden Patienten ein todbringendes Präparat zu besorgen. Ethikrat-Mitglied Dr. Keller (Reinhild Köhncke) befragt die Sachverständigen und lässt so die unterschiedlichen Experten zu Wort kommen. Die Verfassungsrechtlerin Prof. Litten (Mia Geese) und der Anwalt von Richard Gärtner (Christian Miedreich) stehen Bischof Thiel (Kay Szacknys) und Ärztekammerchef Sperling (Werner Schuster) dabei mit unterschiedlichen Meinungen gegenüber. Am Ende richtet sich die Ethikrat-Vorsitzende (Claudia van Veen) direkt an das Publikum: Soll Richard Gärtner das tödliche Präparat bekommen, um sich selbstbestimmt das Leben zu nehmen?

Nach 2 intensiven Stunden inmitten des fiktiven Deutschen Ethikrates steht die Entscheidung des Publikums fest: Auf die Frage "Soll Richard Gärtner das tödliche Präparat bekommen, um sich selbstbestimmt das Leben zu nehmen?" antworteten 65 Prozent der Anwesenden mit "Ja", 35 Prozent stimmten mit "Nein" ab.

Die packende Inszenierung mit der authentischen Darstellung der verschiedenen Positionen zog das Publikum in ihren Bann und regte die Anwesenden, wie bereits in der Pressekonferenz von Intendant und Regisseur Jan Bodinus angekündigt, zu weiteren Diskussionen an. Die nächste Sitzung des Fiktiven Deutschen Ethikrates zum Fall von Richard Gärtner findet am Mittwoch, dem 13. Juli, statt. Auch hier wird das anwesende Publikum über ihren Ausgang abstimmen. Karten für die Veranstaltung sind an der Theaterkasse (telefonisch zu erreichen unter 02156 949630) und den Vorverkaufsstellen erhältlich.

Pettersson und Findus ( 04.Juli)

Puppentheater Pettersson und FindusDas Puppentheater „CON CUORE" spielt die wunderbare Geschichte „Wie Findus zu Pettersson kam" nach Sven Nordquist. Es ist schon spät in der Tierpension von Gundula Sammer als ein später Gast eintrifft, der etwas verwirrt scheint. "Ich heiße Sven. Alle nennen mich nur Opa Sven. Und ich suche meinen Kater. Den besten Kater der Welt." Gundula kommt diese Geschichte bekannt vor. "Wissen Sie, der alte Pettersson suchte auch mal seinen kleinen Kater. Und wenn Sie Zeit haben, erzähle ich Ihnen die Geschichte wie Findus zu Pettersson kam." Ob Gundulas Geschichte Opa Sven helfen wird seinen Kater wiederzufinden? Die Inszenierung mit Großfiguren und ihrer behutsamen Aufteilung von Schau- und Figurenspiel verbindet die alltäglichen Sorgen und Freuden der Zuschauer mit denen der Geschichte und zieht somit das gesamte Publikum in ein einmaliges Theatererlebnis!

Miss Daisy und ihr Chauffeur (02.Juli)

Miss Daisy und ihr ChauffeurAufgelöst steht Miss Daisy vor ihrem Auto, den sie soeben in den Vorgarten des Nachbars gesetzt hat – Schuld daran hat natürlich der neue Wagen. Ihr Sohn sieht das aber anders und heuert für seine 72-jährige Mutter einen Chauffeur an. Der Afroamerikaner Hoke soll nun die eigensinnige Miss Daisy herumkutschieren, die es ihm mit ihrer Sturheit wahrlich nicht einfach macht. Doch Hoke hat in seinem Alter bereits viel erlebt und lässt sich nicht so leicht aus der Ruhe bringen. Mit Klugheit und beharrlicher Geduld gelingt es ihm, dass sie – wenn auch widerwillig – zu ihm einsteigt. Das ist der Beginn einer sich in den folgenden fünfundzwanzig Jahren entwickelnden Freundschaft zwischen einer älteren jüdischen Witwe und ihrem dunkelhäutigen Fahrer. Alfred Uhry, geboren in Atlanta (USA), arbeitete nach seinem Studium vor allem als Musical-Texter für die verschiedensten Broadway-Produktionen in New York. Miss Daisy und ihr Chauffeur ist sein erstes Theaterstück, das 1988 seine Uraufführung in Philadelphia feierte. Nach dem Stück schrieb Uhry das Drehbuch zum gleichnamigen Film, das mit vier Oscars ausgezeichnet wurde. Pierre Sanoussi-Bliss (Chauffeur Hoke) und Matthias Freihof (Miss Daisys Sohn), die zusammen schon einmal als Paar in „Ziemlich beste Freunde“ bei den Schlossfestspielen glänzten, kommen wieder auf unsere Bühne. Zusammen mit Ute Lubosch (Miss Daisy) erzählen sie eine Geschichte vom Altern, von Rassismus, Vorurteilen und von einer außergewöhnlichen Freundschaft.

Frauenbilder – ein Portrait in Wort und Ton (28. Juni)

Clara Schumann und Alma MahlerHeute stehen zwei Komponistinnen im Mittelpunkt, die auf ihre Art ihrer Zeit voraus und weit davon entfernt waren, das geltende traditionelle Rollenbild zu bedienen: Alma Mahler (1897 - 1964) und Clara Schumann (1819 - 1896). Was die beiden Frauen verbindet, ist die Tatsache, dass sie nicht nur mit zwei der bedeutendsten Komponisten ihrer Zeit verheiratet waren, sondern auch zahlreiche eigene Kompositionen schufen. Was sie unterscheidet, lässt sich nicht in so wenigen Worten zusammenfassen: Die frühe Prägung durch das Elternhaus, ihr Selbstverständnis als Frau und Musikerin, ihre Rolle in der Gesellschaft - zwischen Clara und Alma liegen Welten. Und doch war jede auf ihre Art ihrer Zeit voraus und weit davon entfernt, das traditionelle Rollenbild zu bedienen. Mit „Frauenbilder – ein Portrait in Wort und Ton“ präsentieren Paulina Schulenburg (Mezzosopran), Maren Donner (Klavier) und Reinhild Köhncke (Sprache) einen musikalischpoetischen Abend, bei dem ausgewählte Lieder erklingen sowie mithilfe des Briefwechsels beider Frauen Einblicke in ihre Gefühlswelten gegeben werden.

En suite – allein mit Audrey Hepburn (27. Juni)

Daniela Michel als Audrey HepburnNach dem großen Erfolg im vergangenen Jahr schlüpft die Schauspielerin Daniela Michel heute ein weiteres Mal in die Rolle der Ikone Audrey Hepburn, die bis heute ihren Glanz nicht verloren hat. Jeder kennt sie, jeder liebt sie. Doch wer war sie wirklich, was hat sie bewegt? Sigrid Behrens Stück "En Suite - Allein mit Audrey Hepburn" gibt Einblicke in das Leben dieser beeindruckenden Frau, schaut hinter die Fassade und zeigt die vielen Facetten einer außergewöhnlichen Frau. Sie arbeitete mit den großen Filmregisseuren ihrer Zeit zusammen - von Billy Wilder über Blake Edwards bis John Huston, bei ihrem letzten Film auch mit Steven Spielberg. Ihre Filmpartner waren Humphrey Bogart, Gregory Peck, Cary Grant, Sean Connery und viele mehr. Doch Audrey Hepburn (1929-1993) war nicht nur eine berühmte Tänzerin und Schauspielerin, die bereits für ihren ersten Hollywood-Film („Ein Herz und eine Krone") den Oscar gewann. Sie war in ihren späteren Lebensjahren auch als UNICEF-Botschafterin engagiert, bevor sie im Alter von dreiundsechzig Jahren den Kampf gegen den Krebs verlor. Um 20 Uhr führt Daniela durch das Seelenleben dieser berühmten Frau.

Annemarie Klöters ist die 10 000. Besucherin der diesjährigen Schlossfestspiele (22. Juni)

10.000 Besucherin der FestspieleBei strahlendem Sommerwetter konnten wir heute unsere 10 000. Besucherin der Schlossfestspiele begrüßen. Annemarie Klöters und ihr Mann Erich Klöters sind Festspielbesucher der ersten Stunde. Das Ehepaar wohnt in Neersen, kommt seit den Anfängen zu den Festspielen und hat mehrere Jahre auch Schauspieler/innen aus unserem Ensemble beherbergt. Das Stück „Brandheiß – gelöscht wird später!“ stand zunächst nicht auf dem Theaterzettel der beiden, doch durch den nicht enden wollenden Applaus und die Zugabe-Rufe, die sie bis zu ihrer Wohnung hören konnten, wurden sie dann doch sehr neugierig auf die Pole-Dance-Komödie. Und es hat sich definitiv gelohnt: Zusätzlich zu einem schönen Theaterbesuch am heutigen Abend erhielt Annemarie Klöters als 10 000. Besucherin der diesjährigen Spielzeit neben einem Blumenstrauß und einem Gläschen Festspielsekt Premierenkarten für das nächste Jahr.

Foto (v.l.n.r.): Vorstandsvorsitzende Sabine Mroch, Erich und Annemarie Klöters, Geschäftsführerin Bärbel Blomen und Intendant Jan Bodinus.

Premiere von „Shakespeares sämtliche Werke – leicht gekürzt“ in Mayen (18.Juni)

Gastspiel von Shakespeare in MayenHeute Abend feiert „Shakespeares sämtliche Werke – leicht gekürzt“ seine Premiere bei den Burgfestspielen Mayen, daher wünschen wir allen Beteiligten ein herzliches TOI TOI TOI.

Alle Rollen aus allen Stücken Shakespeares an nur einem Abend darstellen? Natürlich ist das absolut größenwahnsinnig! Ein Ding der Unmöglichkeit, oder? Die Amerikaner Adam Long, Daniel Singer und Jess Winfield wollten 1987 genau das möglich machen und entwickelten aus allen 37 Dramen Shakespeares – zusammengenommen eine Spiellänge von etwa 120 Stunden – die Komödie Shakespeares sämtliche Werke – leicht gekürzt. Und um den Schwierigkeitsgrad dieses irrwitzigen Unternehmens noch zu erhöhen, werden alle Rollen an diesem temporeichen Abend von nur drei Schauspielern in unter zwei Stunden gespielt. In Sekundenschnelle verwandeln sie sich von Romeo, Julia und Pater Lorenzo in Macbeth und Macduff oder in Hamlet und Ophelia. Alle 18 Komödien werden direkt zu einem Stück zusammengefasst und alle Monarchen der Königsdramen stehen sich auf den nackten Brettern der Festspielbühne gegenüber. Ohne Bühnenbild und lediglich mit schnellen Kostümwechseln sind die Schauspieler auf das wesentliche reduziert: sich selbst – ihre Spielfreude und ihr Talent.

Grandioses Programm auch an Fronleichnam (16. Juni)

Alice im Wunderland und Brandheiß - gelöscht wird später an FronleichnamAuch am heutigen Feiertag bieten wir sowohl für Kinder als auch Erwachsene ein buntes Programm an: Los geht’s um 16 Uhr mit dem Kinderbuch-Klassiker „Alice im Wunderland“.

Von einem weißen Kaninchen angelockt, lässt sich Alice in einen unterirdischen Bau führen. Dort startet ein großes Abenteuer für das kleine Mädchen. Bald beginnt sie zu glauben, fast nichts sei unmöglich: Sie wird größer und kleiner, je nachdem welche Getränke und Speisen sie zu sich nimmt und begegnet sprechenden Türen und allerhand seltsamen Geschöpfen - einer weisen Raupe, einer grinsenden Katze, einer immerwährenden Teegesellschaft, einem Hofstaat, bestehend aus Spielkarten und deren wütender Herzkönigin. Das Abenteuer wird immer verrückter - fragt sich nur, wie Alice da ihre Katze finden kann und vor allem, wie sie wieder nach Hause finden soll...

Um 20:30 Uhr folgt dann unser Erwachsenprogramm mit der Pole-Dance-Komödie „Brandheiß – gelöscht wird später!“

Klaus Küppers, Claas Klausen und Hans Schmitz sind die letzten freiwilligen Feuerwehrmänner von Drottelfeld und vom Glück verlassen, denn ohne Nachwuchs, ohne Frauen und ohne Einsatzfahrzeug, droht die Vereinnahmung durch die konkurrierende Feuerwehr aus Knülldorf. Nach einem grandios gescheiterten Rettungsversuch hat Annika, die Tochter von Hans, die zündende Idee, um die Feuerwehr am Laufen zu halten und setzt sie auch gleich zusammen mit Ben Lammers, einem „Überläufer" aus Knülldorf, in die Tat um. Dafür sind Model-Talent, Mut und Akrobatik gefragt, und nach einem heißen Fotoshooting heißt es: „Gelöscht ... wird später".

Foto: Mein kleines Atelier

Stefan Keim in seiner Heinz-Erhardt-Paraderolle (14. Juni)

Stefan Keim als HeinzErhardtAuf der vorgeblichen Suche nach der Frau fürs Leben verwandelte sich der Schauspieler und Kulturjournalist Stefan Keim gestern Abend in das wahre Komikeridol Heinz Erhardt und ließ den beliebtesten Komiker der Wirtschaftswunderjahre in Sprache, Mimik und Gestik wieder auferstehen.

Doch beim Blick durch die Weltliteratur erwies sich das Finden der Liebe als ein schwieriges Unterfangen: Weder bei den griechischen Göttern, noch bei den deutschen Klassikern wie Goethe, Schiller und den Romantikern fand sich ein hilfreicher Tipp. Weil sich auch Willi Tell trotz seines erfolgreichen Schusses mit der Armbrust, mit dem er den Wurm erlegte, als ungeeigneter Ratgeber erwies, blieb Minnesänger Keim nur Fräulein Mabel, auch wenn es bei ihr mit dem Hofmachen auch nicht so recht klappen wollte.

Selbstverständlich durfte das wohl bekannteste Gedicht von Heinz Erhardt - "Die Made"- nicht fehlen, das er mit dem gesamten Publikum zum Besten gab. Das Finale zierte dann seine Ode an die auserwählte Herzensdame des Abends, in der er die vom Publikum erwählten Wörter „Katze“, „Würde“, „Bratwurst“ und „Kanalisation“ unterbringen musste.

Zwischen den Gelächtern nahm Stefan Keim in besonderen Augenblicken die Heinz-Erhardt-Brille ab, um ein wenig Distanz zwischen sich und den Komiker zu legen und dem Publikum einen Einblick in das Leben und vor allem die schwierige Kinder- und Jugendzeit des Künstlers zu geben. Diese Momente nutzte Keim auch, um die unbekannte ernste Seite des Humoristen zu zeigen.

Standing Ovations für „Brandheiß – gelöscht wird später!“ (05.Juni)

Gestern Abend feierte unser erstes diesjährige Abendstück der 38. Spielzeit seine Premiere und riss das begeisterte Publikum von ihren Sitzen.

Der Premierenabend begann, nach dem Begrüßungssekt und dem Premierengeschenk (einer zum Stück passenden Signalweste in schlossfestspielrot) mit den obligatorischen Ansprachen von Vereinsvorsitzende Sabine Mroch, Bürgermeister Christian Pakusch und Intendant Jan Bodinus. Wenige Augenblicke später ging es dann mit „Brandheiß – gelöscht wird später!“, inszeniert von Florian Battermann los: Hans Schmitz, Klaus Küppers und Claas Klausen (gespielt von Kay Szacknys, Sören Ergang und Kristof Stößel) sind die letzten freiwilligen Feuerwehrmännern von Drottelfeld. Sie sind vom Glück verlassen, denn ohne Nachwuchs, ohne Frauen und ohne Einsatzfahrzeug droht die Vereinnahmung durch die konkurrierende Feuerwehr aus Knülldorf. Nach einem grandios gescheiterten Rettungsversuch hat Annika, die Tochter von Hans (gespielt von Svenja Jerg) die zündende Idee, um die Feuerwehr am Laufen zu halten und setzt sie auch gleich zusammen mit Ben Lammers, einem „Überläufer" aus Knülldorf (gespielt von Andreas Elsholz), in die Tat um.

Als um kurz vor 23 Uhr die Schauspieler/innen die Endpose einnahmen und die goldenen Luftschlangen vom Himmel regneten, belohnte das Publikum die unglaubliche Leistung mit Standing Ovations. Die fünf intensiven Probenwochen mit viel Pole-Dance-Training und einigen blauen Flecken hatten sich definitiv gelohnt. Gemeinsam mit dem Publikum und dem Catering von Ristorante Castello da Chiara feierte das gesamte Festspielteam im Anschluss die gelungene Premiere. Die nächste Premiere mit anschließender Premierenfeier folgt am 09.07. mit Ferdinand von Schirachs „Gott“, inszeniert von Jan Bodinus. Bis zum 30.06 spielt „Brandheiß – gelöscht wird später!“ noch 18 Mal auf unserer Freilichtbühne.

Video: Mehr als nur Technik Tümp Veranstaltungsservice

„Slam im Schloss“-Publikum kürt Alina Schmolke zur Königin

Slam im Schloss (Poetryslam)Bereits zum dritten Mal wurden die Wort-Spiele beim „Slam im Schloss“ eröffnet. Wie in den Vorjahren treten bei dem schnellen Dichterwettbewerb im Ratssaal die besten Slamerinnen und Slamer aus der Umgebung gegeneinander an, um ihr Können zu beweisen. Erlaubt ist dabei – fast – alles für die Bühnenperformance im Ratssaal, egal ob als Geschichte erzählt, im Rap verpackt oder Free-Style auf Zuruf des Publikums – alles ist möglich.

Um den begehrten Titel traten Simon Middelkoop aus Aachen, Alina Schmolke aus Düsseldorf, Micheal Goehre aus Essen, Wolfgang Hellebrandt aus Aachen und Eva-Lisa aus Mülheim an der Ruhr gegeneinander an. Moderiert wurde der Abend wie in den vergangenen Jahren vom Mitveranstalter der deutschsprachigen Meisterschaften und Poetry-Slamer Markim Pause. Nach zwei Runden, in denen die Slamerinnen und Slamer je 6 Minuten Zeit für ihre Texte hatten, vergab die Jury (bestehend aus frei erwählten Zuschauer/innen) Wertungen mit Punkten von 1 bis 10. Die beiden Kontrahenten, die dabei die meisten Punkte erzielten, traten dann im alles entscheidenden Finale. Simon Middelkoop eröffnete seine Runden mit der kürzlichen Trennung eines Youtube-Paares, in seiner zweiten Runde philosophierte er unter anderem über die Frage „Sind Zebras weiß mit schwarzen Streifen oder schwarz mit weißen Streifen?“ Alina Schmolke vermischte in ihren Texten Humor mit ernsten Tönen. Sie erklärte den Bleistifttest, wehrte sich gegen die Sexualisierung der weiblichen Brust und fragte sich selbst „Was geht bei mir?“ Michael Goehre nutzte seine Runden für eine Liebeserklärung an das Ruhrgebiet („Manchmal ist es etwas assi, manchmal ist es ziemlich assi.“) und nahm mit „Irmgard, er steht!“ gewollt ein Thema „das schlimmer sei, als sich die Eltern beim Sex vorzustellen.“ Mit seinen „Fakten“ über Willich eröffnete Wolfgang Hellebrandt seine Runden, bevor er anschließend von seinem Erzfeind (der Gans seiner Eltern) und dem Traktorführerschein erzählte. Eva-Lisa gab eine Ode an das Essen sowie eine Reise mit dem Raumschiff zum Besten.

Mithilfe des Jury-Votings schafften es dann Alina Schmolke und Eva-Lisa ins Finale. Während Eva-Lisa von ihrem Vater und seinem Fliesentisch erzählte, wagte Alina Schmollke einen Blick in ihre Zukunft. Und weil sie auch in ihrem letzten Text ihren Humor mit den ernsten Töne vermischte, konnte sie das Publikum von sich überzeugen und wurde zur Königin des „Slam im Schloss“ gekürt.

Foto von links nach rechts:Michael Goehre, Alina Schmolke, Wolfgang Hellebrandt, Simon Middelkoop, Eva-Lisa und Markim Pause

Premiere von „Alice im Wunderland“ (29. Mai)

Premiere von Alice im WunderlandUm 16 Uhr beginnt heute die 38. Spielzeit der Neersener Schlossfestspiele mit dem Kinderstück „Alice im Wunderland“, einem wahren Klassiker der Kinderliteratur:

Von einem weißen Kaninchen angelockt, lässt sich Alice in einen unterirdischen Bau führen. Dort startet ein großes Abenteuer für das kleine Mädchen. Bald beginnt Alice zu glauben, fast nichts sei unmöglich: sie wird größer und kleiner (je nachdem, welche wundersamen Getränke und Speisen ihr angeboten werden), sie begegnet sprechenden Türen und allerhand seltsamen Geschöpfen: einer rauchenden Raupe, einer grinsenden Katze, einer immerwährenden Teegesellschaft, einem Hofstaat, bestehend aus Spielkarten und deren wütender Herzkönigin. Das Abenteuer wird immer verrückter - fragt sich nur, wie Alice da ihre Katze finden kann und vor allem, wie sie wieder nach Hause finden soll...

Mia Geese, die bereits im vergangenen Jahr auf der Neersener Freilichtbühne begeisterte, übernimmt die Rolle der Alice. Das weiße Kaninchen, das einfach keine Zeit hat, wird von Christian Miedreich gespielt. Gleich mehrere Rollen übernehmen Daniela Michel, Reinhild Köhncke und Torsten Schnick. Die Neerserin Daniela Michel hat mit sechs verschiedenen Rollen die meisten Kostümwechsel vor sich (die es wahrlich in sich haben werden). Sie schlüpft in die Rolle der Cäcilia, des Hummers, der Grinsekatze, der Blumenkönigin, der Schlafmaus und der Spielkarte. Reinhild Köhncke, die seit Jahren die Freilichtbesucher/innen begeistert, wird in der Rolle des Fläschchen, der Schildkröte, des Märzhasen und des Igels zu sehen sein. Torsten Schnick, der zum ersten Mal auf unserer Freilichtbühne steht, übernimmt die Rollen der Tür, der Raupe, des Hutmachers und der Herzkönigin. Inszeniert wird das Kinderstück von Regisseur Jan Schuba und seiner Assistentin Christine Csar. Neben dem aufwendigen Bühnenbild und den Requisiten von Christian Baumgärtel und Silvia Witte mit ihrem Team, sowie den bunten und traumhaften Kostümen von Nuschin Rabet samt Team, werden sicherlich die Lieder von Stefan Hiller zu einem unvergesslichen Theatererlebnis für Jung und Alt sorgen.  

Foto: Mein kleines Atelier

KIDZ-Club begeistert mit seinen Inszenierungen von „Alice im Wunderland“ (21. Mai)

Reinhild Köhncke begeistert mit ihrem KIDZ-ClubBereits seit fünf Jahren besucht die erfahrene Schauspielerin und Theaterpädagogin Reinhild Köhncke die Grundschulen der Stadt Willich, um den Kindern ihre ersten Theatererfahrungen zu ermöglichen. Gemeinsam werden spielerisch und improvisatorisch Szenen zu einer Thematik erarbeitet. Dieses Mal stand unser Kinderstück Alice im Wunderland im Vordergrund. Gemeinsam mit zehn Kindern aus der dritten Klasse der Albert-Schweitzer-Schule sowie insgesamt zehn Kindern der dritten und vierten Klassen der Astrid-Lindgren-Schule wurden eigene Geschichten zu Alice entwickelt, die heute im Ratssaal des Schlosses vor Familien, Freunden und Klassenkameraden präsentiert wurden.

In der Albert-Schweitzer-Schule ist Alice ist ein ganz normales Mädchen, das Zeit mit ihren Freund/innen verbringen möchte. Da die aber lieber am Handy oder Computer hängen, weisen sie Alice ab. Durch ein plötzliches Gewitter, durch das die Technik verrückt spielt, wird Alice in eines der Geräte gesogen und landet so im Wunderland. Nachdem sie dort einige Abenteuer erlebt, schafft sie es wieder zurück in die normale Welt, in der ihre Freunde bereits sehnsüchtig auf sie warten. In der Geschichte der Astrid-Lindgren-Schule muss Alice für die Schule ins Museum gehen. Sie findet den Besuch so langweilig, dass sie einschläft. In dem Moment werden die Figuren, die im Museum stehen, lebendig und locken Alice in das Wunderland. Dort begegnet sie dem weißen Kaninchen, der Raupe, dem Hutmacher und immer wieder funkt die böse Herzkönigin dazwischen…

Die beeindruckende Darstellung der Kinder begeisterte das anwesende Publikum. Und wer weiß, vielleicht sehen wir eines oder mehrere Kinder der heutigen Veranstaltung in einigen Jahren bei unseren Inszenierungen auf der Freilichtbühne wieder?

Auftaktpressekonferenz zu den Schlossfestspielen 2022 (29. April)

Jan Bodinus, Bärbel Blomen, Sabine Mroch, Andreas Elsholz, Jutta SaumDie Vorstandsvorsitzende Sabine Mroch begrüßt die anwesenden Pressevertreter, die Sponsoren sowie das diesjährige Ensemble zur Auftaktpressekonferenz der diesjährigen Spielzeit, die mit Vorfreude aber auch Erwartungen versehen ist, „da wir uns bereits im dritten Jahr der Pandemie befinden und es sich noch nicht normal anfühlt, spielen zu dürfen. Wir sind froh und dankbar, dass wir unsere Stücke auf die Bühne bringen können und das genießen wir natürlich. Bezüglich der Auslastung unserer Stücke waren wir bis heute abwartet, ab Montag (02.05.) werden wir alle Karten in den Verkauf geben.“

Vor allem in Hinblick auf den Ukraine-Krieg wurde innerhalb des Vorstandes des Vereins die Sinnhaftigkeit der Schlossfestspiele betrachtet. “Wir haben darüber gesprochen und ein ganz klares Ja ohne Zweifel zu den Festspielen gesagt. Es kann nicht angehen, dass wir uns ängstlich verkriechen und uns einschüchtern lassen. Wir führen das weiter, was gut in unserem Leben ist und setzen auch ein Signal. Für unsere Zuschauer ist es sicherlich auch eine seelische Erholung ins Theater zu gehen und für ein paar Stunden zu vergessen, was sich nicht unweit von uns entfernt abspielt. Darum ein klares Ja zu den Festspielen, auch in diesem Jahr“.

Ein Novum der diesjährigen Spielzeit ist das dritte Abendstück. Normalerweise werden zwei Abendstücke und ein Kinderstück auf der Freilichtbühne gespielt, in diesem Jahr gibt es neben dem Kinderstück drei Abendstücke. Grund hierfür ist die langjährige Bitte von Zuschauern, etwas „richtig Ernstes mit Tiefgang“ zu bringen, für das es Publikum gäbe. Das hat zu der Entscheidung geführt, es in diesem Jahr mit dem Stück „Gott“ von Ferdinand von Schirach zu versuchen. Weil nicht sicher ist, wie die Thematik bei dem Publikum in Neersen ankommt, wird das Stück nur an acht Abenden gespielt (Alice im Wunderland wird im Vergleich 20 Mal gespielt.) „Eingebettet ist das Abendstück zwischen der Komödie Brandheiss, mit der in Neersen für das erwachsene Publikum gestartet wird und dem heiter-hintersinnigem Loriot-Abend.“ Das Kinderstück Alice, welches auch für Erwachsene unterhaltsam sein kann, wird bei der Benefizveranstaltung (So, 10.07. 21 Uhr) abends gespielt. Der Kartenaufschlag von 3 Euro geht komplett an das Projekt „Hospiz macht Schule“ der Hospizinitiative Kreis Viersen e.V..

Sabine Mroch bedankt sich bei den Sponsoren und übergibt dem Intendanten sowie Regisseur von Gott und Loriots Dramatischen Werken Jan Bodinus das Wort.

„Nachdem wir letztes Jahr mit einem herausragendem Kampf tolle Reaktionen der Zuschauer/innen erhielten, erhoffen wir uns in diesem Jahr noch mehr, denn wir dürfen aktuell alle Plätze, sowohl auf der Freilichttribüne als auch im Ratssaal freigeben und die volle Kapazität ausnutzen. Wir haben ein ganz tolles Ensemble und einen super Spielplan mit schönen Gastspielen.“ Mit dem Motto der diesjährigen Spielzeit („Alle Farben dieser Welt“) möchte Jan Bodinus ein Zeichen für Diversität setzen. „Wir dürfen uns darüber freuen, wie verschieden wir sind.“ Gleichzeitig betont er, dass dieser Gedanke nicht in jedem Land angekommen sei. „Wir haben den Krieg im Sinn und genau deswegen machen wir weiter Unterhaltungstheater, um die Leute auch mal für wenige Stunden in eine andere Welt zu entführen und nicht mit ihren Sorgen alleine zu lassen.“ Weiter betont er die zentrale Rolle der Schlossfestspiele in der aktuellen Zeit. „Die Welt verändert sich ganz stark, die Festspiele bleiben das, was sie sind: bunt, divers, offen, den Menschen zugewandt, und wir setzen ein Zeichen, dass wir ein großes Miteinander schaffen.“ Hierbei dankt er der Stadt und den Sponsoren, die dies ermöglichen.

Bereits im dritten Jahr sind Christian Baumgärtel und Nuschin Rabet für das Bühnenbild und die Kostüme zuständig. „Es ist ein super Team und wir sprechen immer mehr von Saison zu Saison die gleiche Sprache und die Zusammenarbeit wird immer schöner. So soll es weitergehen.“ Dass es in diesem Jahr vier Stücke gibt, bringt für Baumgärtel eine weitere Herausforderung, da die Techniker nicht wie bei einem großem Staatstheater das Bühnenbild immer wieder auf- und abbauen können und er dementsprechend versucht, Elemente für alle Stücke gleichzeitig zu verwenden. „Es macht wahnsinnig Spaß diese Stücke zusammenzudenken und es ist noch spannender, wenn es so unterschiedliche Stücke sind.“ Bei Alice im Wunderland soll viel Zauber eingebaut und unter anderem ungewöhnliche Auftritte eingeplant werden. Im Gegensatz dazu steht Gott, was sehr nüchtern und klar inszeniert wird, Loriot, was zum Schmunzeln gedacht ist und ein realistisches Bühnenbild für Brandheiß.

Zu den Kostümen erzählt Nuschin Rabet, dass vor allem Alice im Wunderland sowohl eine Herausforderung als auch eine Freude sei, weil verrückte Dinge entwickelt werden können. Dabei hat sie die erste Aussage des Intendanten in Bezug auf die Kostüme in Alice im Wunderland („So crazy wie möglich“) im Hinterkopf. Sie verspricht „krasse Farbkombinationen“. Bei den Kostümen von Brandheiß handelt es sich um Original-Feuerwehruniformen, die von der Freiwilligen Feuerwehr in Willich gespendet wurden. Das Abendstück Gott wird passend zum nüchternen Bühnenbild in weißen Farbnuancen mit dunklen Akzenten eingekleidet. Im Kontrast kommen die Kostüme von Loriot aus den 60er/70er Jahren, die mit Blumen und Streifen verfeinert werden.

Der diesjährige Stargast ist Andreas Elsholz, der seine Karriere bei Gute Zeiten, Schlechte Zeiten begann und der im Abendstück Brandheiss zu sehen sein wird. Er hatte mit Jan Bodinus bereits mehrere Male zusammengearbeitet und freut sich dieses Jahr in Neersen dabei sein zu dürfen. Neu dabei sind außerdem Helmut Büchel, Svenja Jerg, Christian Miedreich, Torsten Schnick, Werner Schuster, Claudia van Veen und Kristof Stößel. Aber auch Schauspieler/innen aus der vergangenen Spielzeit sind wieder dabei. So auch Sören Ergang, der unter anderem in Floh im Ohr mitspielte und sich vorstellt mit den Worten: “Letztes Jahr wurde mir der Hintern versohlt, dieses Jahr bin ich brandheiß.“ Auch die Hinternversohlerin Mia Geese und die gebürtige Neersenerin Daniela Michel werden zum zweiten Mal auf der Schlossfestbühne stehen. Und auch Reinhild Köhncke und Kay Szacknys gehören wieder zum Ensemble.

Die Regie des Kinderstückes Alice im Wunderland nach dem Buch von Lewis Carroll führt Jan Schuba, der zum ersten Mal in Neersen dabei ist. „Es ist ein Stoff, der mich ganz persönlich ganz lange begleitet. Ich mochte es als Kind schon sehr gerne.“, schildert Schuba. „Alice bereist das Wunderland, in dem es keine Regeln gibt und die Erwachsenen nichts zu sagen haben und Alice so sein darf, wie sie will, in dem es kunterbunt und verrückt zu geht. Ich glaube, dass das Wunderland dem Motto „Alle Farben dieser Welt“ gerecht wird. Für mich ist das Stück ein Plädoyer dafür, dass man den Ernst des Lebens auch mal den Ernst des Lebens sein lässt und auch mal der Fantasie ordentlich Raum gibt.“ Die Proben des Kinderstückes haben bereits begonnen, Mia Geese spielt Alice, Christian Miedreich das Kaninchen. Außerdem werden Daniela Michel, Reinhild Köhncke und Torsten Schnick in insgesamt 15 verschiedene Rollen schlüpfen. Schuba verspricht ein kunterbuntes und spannendes Abenteuer.

Die Komödie Brandheiß, nach der Regie von Florian Battermann, wird eine leichte Kost, bei der das Publikum unbeschwert lachen können soll. Bodinus betont, dass es sich nicht um realistische Figuren handelt, sondern sympathische Chaoten, die mithilfe von Pole-Dance ihre Feuerwehrstation retten wollen. Im Gegensatz dazu steht Gott, eine Geschichte über assistierten Suizid, mit der Bodinus vor allem dem Aufklärungsauftrag nachkommen will. Das Stück beschäftigt sich unter anderem mit der Fragen „ Kann ich das Ende meiner Reise selbst bestimmen oder bin ich abhängig von anderen?“ „Es ist immer noch ein Tabuthema. Anfang der 2010er Jahre wurde in Deutschland der begleitete Suizid möglich, dann aber dagegen geklagt, mittlerweile wurde es in bestimmten Umständen wieder erlaubt. Wir unterhalten uns in der Produktion und auch mit dem Publikum darüber, was dafür und dagegen spricht. Am Schluss stimmen dann auch die Zuschauer/innen über das Urteil des Schiedsgerichts ab. Natürlich ist es kein heiteres Thema, es soll ein interessantes Thema sein. Schirach hat es drauf, diese interessanten Themen in sehr spannende Art und Weise in Theaterabende zu machen.“ Als Ausgleich dazu folgen die Loriot-Abende, in der die größten Erfolge in rasanter Folge gezeigt werden. Dabei dürfen „Das Ei“, „Filmmonster“ und „Anstandsunterricht“ genauso wenig fehlen wie „der Lottogewinn.“

Neben den Stücken auf den Freilichtbühnen wird auch im Ratssaal wieder einiges geboten. Aufgrund des großen Erfolges im vergangenen Jahr begegnen wir erneut  „En Suite – allein mit Audrey Hepburn“ sowie „Miss Daisy und ihr Chauffeur“. Außerdem gibt es für die Zuschauer/innen „Frauenbilder“ mit Reinhild Köhncke, Paulina Schulenburg und Maren Donner, „Ritter, Reime und Romanzen“ mit Stefan Keim als Heinz Erhardt sowie „Udo Jürgen.. unvergessen“ mit Alex Parker. Für Kinder und junge Menschen bieten die Schlossfestspiele den KIDZ CLUB, das Puppentheater „Petersson und Findus“ mit dem Theater con Cuore und den Poetry Slam. Zur festen Unterhaltung gehört auch in diesem Jahr wieder die Gartenlesung mit dem Ensemble der Schlossfestspiele, dieses Mal unter dem Titel „Hereinspaziert ins Kuriositätenkabinett“, sowie der Spielaustausch mit den Burgfestspielen Mayen, die uns dieses Mal mit „Shakespeares sämtlichen Werken – leicht gekürzt“ besuchen. Beendet wird die Spielzeit wie jedes Jahr mit der Opern- und Operettengala.

Foto (v.l.): Intendant Jan Bodinus, Geschäftsführerin Bärbel Blomen, Vereinsvorsitzende Sabine Mroch, Schauspieler Andreas Elsholz, stellv. Geschäftsführerin Jutta Saum

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